STEYR. 1018 Babys verhalf das Geburtshilfeteam im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr 2020 zum Start ins Leben – damit bleibt die Geburtenbilanz mit rund 1000 Geburten im Jahr stark. Trotz der Herausforderungen im Corona-Jahr gelang es, für die werdenden und frischgebackenen Mütter ...

und ihre Babys ein sicheres, familiäres Umfeld zu schaffen. Das Besuchsverbot erlebten viele Patientinnen sogar als positiv, sagen Univ.-Prof. Prim. DDr. Hermann Enzelsberger, der Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und DGKPin Marion Kühberger, MSc, Stationsleiterin der Geburtenstation.

Jede Geburt ist ein sehr emotionales Erlebnis und will von Beginn an optimal betreut sein. Dementsprechend sorgt das Geburtshilfeteam im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr – Hebammen, GynäkologInnen, Pflegekräfte und KinderärztInnen – für umfassende Hilfestellung und Begleitung der schwangeren Patientinnen, für eine liebevolle, intime Umgebung und für die größtmögliche Sicherheit auch im Hinblick auf die medizinische Kompetenz bei Risikoschwangerschaften und etwaigen Komplikationen. „Speziell Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt bringen, haben viele Fragen, und teils bestehen Unsicherheiten rund um die bevorstehende Geburt“, weiß Prim. DDr. Enzelsberger, der Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im PEK Steyr. „Weil unser Team sie von der Geburtsvorbereitung an intensiv begleitet, stets für Fragen und Anliegen da ist und auf diese Weise viel Vertrauen aufbaut, fühlen sich die werdenden Mütter auf dem ganzen Weg zur Geburt – bis hinein ins Kreißzimmer – sehr sicher.“

Weniger Stress im Wochenbett
Für die Patientinnen und das Team war 2020 aufgrund der Pandemie ein außergewöhnlich herausforderndes Jahr. „Trotz der notwendigen Beschränkungen und Regelungen für einen sicheren Krankenhausbetrieb war und ist das Klinikpersonal stets bemüht, den Start in das Leben als Familie so angenehm wie möglich zu gestalten“, betont die leitende Hebamme Elisabeth Gruber.

„Die Geburt ist für jede Frau, trotz Corona, ein besonderes Ereignis. Der Zauber der Geburt lässt für unsere frischgebackenen Eltern und auch unser Team immer wieder für wenige Minuten die Pandemie in den Hintergrund und die Freude in den Vordergrund rücken“, so Gruber. Um diesen besonderen Moment der Geburt zu erhalten, durften Väter bei der Geburt anwesend sein, und auch die gemeinsame Zeit zum Kennenlernen und Kuscheln nach der Geburt sollte für die jungen Familien nicht zu kurz kommen. Für Mütter und ihre Babys zeigte das Besuchsverbot sogar positive Auswirkungen. „Das Ausbleiben von Besuchen im Wochenbett hat deutlich Stress reduziert – die Mütter und ihre Kinder erholten sich dadurch besser und rascher von den Geburtsstrapazen. Auch beobachteten wir, dass immer mehr Mütter voll stillend mit ihrem Neugeborenen nach Haus gehen“, sagt DGKPin Marion Kühberger, MSc, die Stationsleiterin der Geburtenstation. Viele Mütter bestätigten gegenüber dem Personal, dass sie mehr Zeit hatten, sich auf ihre Babys zu konzentrieren, und dass sogar das Stillen früher funktionierte.

Professionelle Pflege gibt Sicherheit
m Krisenjahr 2020 gab es einige Unsicherheiten, deswegen war es dem Team der Geburtenstation noch wichtiger, junge Familien für die Zeit zu Hause zu unterstützen. „Es ist uns ein Herzensanliegen, unsere jungen Mütter bestmöglich mit dem Handling und der Pflege ihres Neugeborenen vertraut zu machen und alle offenen Fragen zu beantworten, damit sie mit einem sicheren Gefühl nach Hause gehen können“, erklärt Marion Kühberger. „Als zertifiziertes Baby-friendly Hospital ist es eines unserer erklärten Ziele, die Mütter individuell beim Stillen ihres Babys anzuleiten, bestmöglich zu begleiten und zu bestärken“, so die Expertin.

Eine besonders wertvolle Ergänzung ist die Stillambulanz, die montags, mittwochs und freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet bzw. auch telefonisch erreichbar ist. Die Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) DKKPin Maria Großauer nimmt sich für die Anliegen der Mütter persönlich, per Telefon oder Videotelefon Zeit und beantwortet Fragen rund ums Stillen oder zur Vorbereitung vor der Geburt.

Mit neuer Leitung ins neue Jahr
Das neue Jahr bringt mit OÄ Dr.in Anita Wachter eine neue, interimistische Leiterin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sie folgt damit Univ.-Prof. Prim. DDr. Hermann Enzelsberger, der in den wohlverdienten Ruhestand wechselt.

Statistische Kennzahlen
Bei insgesamt 1018 Geburten erblickten im Klinikum Steyr 2020 502 Mädchen und 516 Buben das Licht der Welt.