OÖ. Die Verschnaufpause von Freitag und Samstag (11. und 12. Jän.) trügt: Die Wetterlage dürfte sich noch einmal verschärfen, warnen die Meteorologen der ZAMG und das Landesfeuerwehrkommando. Ab Sonntag (13. Jän.) kommen neuer Schnee und Sturm dazu ...

„Schaufeln, schaufeln, schaufeln“ - der kurze Gastauftritt der Sonne und das Nachlassen der Niederschläge sollten am Samstag noch unbedingt genützt werden, um den Schnee rechtzeitig wegzuräumen, sagt ZAMG-Meteorologin Claudia Riedl: „Damit Platz für neuen Schnee kommt.“

Stürmischer Wind und Niederschlag
Denn nach der Ruhe kommt der Sturm - in einer kritischen Kombination: Mit den steigenden Temperaturen kommt Niederschlag und stürmischer Wind mit bis zu 80 km/h, warnt Meteorologin Riedl: „Die Schneelast auf Dächern und Bäumen wird noch größer.“ Damit steigt die zuletzt gesunkene Lawinengefahr wieder, heißt es von der Landeswarnzentrale. Umstürzende Bäume könnten wieder die Straßen gefährden. Auch Stromausfälle könnten die Folge sein.

Straßensperren im Salzkammergut
Viele der am Freitag für den Verkehr geöffneten Straßen dürften dann am Montag wohl wieder gesperrt werden. Vor allem das innere Salzkammergut und die Phyrn Region werden laut Vorhersage wieder betroffen sein.

Von Sonntag auf Montag sollen bis zu 40 cm Neuschnee dazukommen, bis Dienstag noch einmal ein halber Meter. Aber es sei ein Ende in Sicht: Am Dienstag klingt der Schneefall wieder ab, und ab Mittwoch soll sich das Wetter wieder beruhigen. Mehr Details auf wetter.ORF.at .

Feuerwehren im Dauereinsatz
Seit Beginn der starken Schneefälle waren laut Landesfeuerwehrkommando 530 der insgesamt 900 Feuerwehren Oberösterreichs im Einsatz, allein am Freitag waren 120 Feuerwehren mit etwa 1.400 Leuten vor allem damit beschäftigt, Dächer von den Schneelasten zu befreien.

Ein Großaufgebot wird es auch am Wochenende geben. Katastrophenzüge aus den Bezirken Braunau, Eferding, Grieskirchen, Linz-Land, Steyr-Land, Vöcklabruck und Wels-Land werden am Samstag zur Unterstützung in die betroffenen Gebiete Ebensee, Gosau, Rosenau, Spital, und Oberwang verlagert. Weit über 1.000 Feuerwehrfrauen und -männer sind für die Arbeiten bereits fixiert und schon seit den frühen Morgenstunden unterwegs.

Bundesheer mit 200 Mann
Das gilt auch für das Bundesheer. Zu den 200 Mann vom Freitag, die in Windischgarsten, Spital am Phyrn und Ebensee im Einsatz waren und auch am Samstag wieder sind, kommen noch einmal 40 dazu. Sie sollen in der Region Kirchdorf eingesetzt werden.

Verhaltensregeln und Tipps des LFK:

  • Beachten Sie die Anweisungen der zuständigen Behörden!
  • Vermeiden Sie nicht notwendige Autofahrten!
  • Beachten Sie die Gefahr von Dachlawinen!
  • Informieren Sie sich über die aktuelle Verkehrslage (Straße, Schiene)!v Beachten Sie die Lawinenlageberichte!
  • Treffen Sie Vorkehrungen für mögliche Stromausfälle!
  • Beachten Sie die Baumbruchgefahr!
  • Die Behörde empfiehlt in den betroffenen Gebieten die Schneelast auf den Dächern zu verringern!

Quelle: ooe.orf.at