STEYR. In den Nachmittagsstunden des 21. Mai wurden die Löschzuge 1 (Innere Stadt) und der 4 (Christkindl) mit dem Alarmstichwort „Brand Wohnhaus“ auf die Ennsleite alarmiert. Beim Eintreffen des ersten Tanklöschfahrzeuges an der Einsatzstelle ...

war die Polizei Steyr bereits vor Ort. Bei der ersten Lageerkundung drang dichter Rauch aus den Kellerfenstern. Als der Brand bemerkt wurde, wurde von den Bewohnern des Hauses sofort die Hauptkellertüre geschlossen. Durch dieses vorbildliche Verhalten drang kaum Rauch in das Stiegenhaus und der Fluchtweg blieb weiterhin begehbar. In Absprache mit dem ebenfalls eingetroffenen OvD (Offizier vom Dienst) wurde die weitere Vorgehensweise festgelegt.

Ein Atemschutztrupp setzte einen Rauchvorhang an der Hauptkellertüre ein und bereitete den Löschangriff vor. Parallel dazu wurden zwei Hochleistungslüfter vor dem Haupteingang in Stellung gebracht. Ein weiterer Atemschutztrupp öffnete im Stiegenhaus alle Fenster. Dadurch konnte der Keller belüftet, sowie das Stiegenhaus weiterhin rauchfrei gehalten werden. Vier Bewohner des Wohnhauses, die sich noch in den Wohnungen befanden, wurden über das Stiegenhaus ins Freie gebracht und zur Kontrolle dem Roten Kreuz übergeben. Nach dem Ablöschen des Feuers im Keller und dessen Durchlüftung, musste das betroffene, bis an die Decke gefüllte Kellerabteil in mühevoller Arbeit geräumt werden.

Neben dieser Arbeit wurden die Wohnungen mit gekippten Fenstern auf eingedrungenen Brandrauch kontrolliert. Diese mussten teilweise mittels Elektrolüfter belüftet werden. Vom eingetroffenen Atemschutzfahrzeug wurden insgesamt 15 Atemschutzflaschen gefüllt. Nach gut zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken und mit den Reinigungsarbeiten an Menschen und Gerätschaft beginnen.