STEYR-LAND. Ein 33-jähriger Bergsteiger aus dem Bezirk Kirchdorf startete am 1. Jänner gegen 12 Uhr von der Bosruckhütte aus seinen Aufstieg, um über den Wildfrauensteig den knapp 2.000 Meter hohen Bosruck zu besteigen. Um ca. 14:30 Uhr erreichte er über den verschneiten Grat den Gipfel ...

Da er nicht mehr über den Wildfrauensteig absteigen wollte, entschied er sich, über die Nordrinne abzusteigen. Diese Route war er bereits mehrere Male geklettert. Der 33-Jährige folgte Spuren, die in die winterliche Nordwand des Bosrucks führten. Gegen 15 Uhr kam er nicht mehr vor und zurück. Er stellte fest, dass er sich nicht auf der richtigen Route befand.

Daraufhin informierte er einen Freund von seiner Notlage. Nach diesem Telefonat rutschte der Bergsteiger nochmals 30 Meter ab und verlor dabei sein Handy. Für die alarmierten Einsatzkräfte war es zunächst schwierig den 33-Jährigen in der breiten Nordwand zu lokalisieren. Schließlich wurde er bei bereits einsetzender Dämmerung von der Flugpolizei Salzburg im felsdurchsetzten Gelände gesichtet und mit dem variablen Tau gerettet werden.

Der 33-Jährige war unterkühlt und leicht verletzt. Nach der Erstversorgung durch die Bergrettung wurde er von Freunden nach Hause gebracht.