STEYR. Der Ratgeber für Bewegungsgesundheit ist zurück mit Folge 7. Wie steht es um eure Hüftgelenksbeweglichkeit? Seid ihr geduldig, gewissenhaft und merkt schon die ersten Erfolge? Habt ihr Unterschiede zwischen linker und rechter Hüfte festgestellt ...

und übt auf der weniger beweglichen oder verspannteren Seite immer ein bißchen mehr?

Wenn ihr beide Fragen mit "JA" beantowrten könnt, seid ihr auf einem guten Weg zur selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Bewegungsgesundheit, und die Motivation konsequent weiter zu üben steigt mit jeder Übungseinheit. Ihr verbessert damit nicht nur Wohlbefinden und Lebensqualität, sondern spart auch eine Menge Geld für ärztliche und/oder physiotherapeutische Behandlungen. Gemeinsam mit unserem Programm für die Brustwirbelsäule (siehe Folgen 1-4) seid ihr ab jetzt an 2 Schlüsselstellen für gesunde Bewegung und das Vermeiden von Schmerzzuständen aktiv wirksam und reduziert dabei auch nachhaltig das Verletzungsrisiko.

Was es jetzt noch braucht ist die Umsetzung der verbesserten Hüftmobilität in aktive Bewegungsmuster. Die abschließenden 3 Bewegungsübungen sollen den Transfer von der gewonnen Beweglichkeit zur aktiven Bewegung gewährleisten. Achtet auf exakte Bewegungsausführung immer unter dem Motto: Qualität vor Quantität.

  1. bewegt ruhig und gleichmäßig ohne Kraftanstrengung und ohne Schwung
  2. ihr sollt dabei ruhig und tief in den Bauch Atmen können - Schmerz heisst STOP!
  3. bei guter Dosierung werdet ihr während der Übung eine Vergrößerung des Bewegungsausmaßes feststellen
  4. übt immer abwechselnd links und rechts eine komplette Serie (= Wiederholungen), um allfällige Seitenunterschiede festzustellen
  5. sollte eine Bewegungsseite schwieriger sein, übt auf dieser Seite wenigstens einen Durchgang mehr
  6. versucht euch langsam über Tage oder Wochen mit den Wiederholungen nach folgendem Schema zu stiegern:
    - 10 Wiederholungen links, 10 Wiederholungen rechts - 1 Minute Pause - nochmals je 10 Wiederholungen auf jeder Seite
    - 15 Wiederholungen links, 15 Wiederholungen rechts - 1 Minute Pause - das Ganze 2 mal (Durchgänge)
    - 15 Wiederholungen links, 15 Wiederholungen rechts - 1 Minute Pause - 3 Durchgänge
    - 20 Wiederholungen links, 20 Wiederholungen rechts - 1 Minute Pause - 3 Durchgänge
  7. übt an einem ruhigen Ort wo ihr euch ohne Ablenkung ganz auf euch und eure Empfindungen und Wahrnehmungen einlassen könnt

 

Häufig werden wir nach der besten Tageszeit zur Durchführung unserer Übungsprogramme gefragt, was nicht einheitlich beantwortet werden kann. Während manche es zur morgendlichen Routine machen, haben Morgenmuffel damit gar keine Freude. Viele sportlich Aktive integrieren die Übungen in ihr Aufwärmprogramm und sind damit erfolgreich. Versucht einfach ein Zeitfenster zu finden, das ganz euch gehört. Und wenn es nicht jeden Tag klappt, ist jeden 2. Tag zu üben auch ok. Und 2 mal pro Woche ist jedenfalls besser als gar nichts zu tun. Es hängt vor allem auch davon ab, wie sich die individuelle Ausgangssituation darstellt, beeinflusst von Stresslevel, Motivation und Handlungsbedarf. Entscheidend ist letztlich nicht wann ihr es macht, sondern dass ihr es macht. Und das so regelmäßig als möglich, wenn ihr spür- und meßbare Veränderungen erzielen wollt.

Uns ist bewusst, dass konsequent zu sein für viele eine Herausforderung darstellt, und sich manche nur schwer aus ihrer Komfortzone bewegen können. Gebt euch einen Ruck und versucht es wenigstens einmal, und ihr werdet feststellen, dass es mit unserem Bewegungsratgeber gar nicht so schwer ist. DEAL?