STEYR. Stadtrat Reinhard Kaufmann (Die Grünen) wird heute (8. April) im Stadtsenat folgende Verbesserungen beim Probebetrieb des E-Scooter-Verleihs in Steyr einbringen ...

  • Auf Anregung der Freiwilligen Feuerwehr Ergänzung des Verhaltenskodex um die Klarstellung, wie bei der notwendigen Bergung von E-Scootern von schwer zugänglichen Orten, insbesondere aus Gewässern, vorzugehen ist, und dass der Betreiber die Bergungskosten zu tragen hat. Leider gibt es auch in Steyr ein – zahlenmäßig zum Glück überschaubares - Vandalismuspotenzial, das sich so bemerkbar macht.
  • Festlegung einer Obergrenze von 200 zum Verleih angebotenen E-Scootern auf Steyrer Stadtgebiet. Bei Zulassung von mehr als einem Betreiber soll dies für alle gemeinsam gelten.
  • Ermöglichung von Vereinbarungen der Stadt Steyr mit weiteren Betreiberfirmen zu jeweils gleichen Bedingungen. Derzeit liegt ein konkretes Ansuchen eines Anbieters vor, und hat ein weiterer Anbieter sein Interesse an einem Sondierungsgespräch angemeldet.

"Durch zumindest einen weiteren Anbieter ist ein positiver Wettbewerb zu erwarten, etwa hinsichtlich der Qualität der Scooter (Reichweite, Fahreigenschaften auf gepflasterten Straßen) oder bei der Vermeidung bzw. raschen Beseitigung von Missständen. Weitere Änderungen, auch aufgrund von Erfahrungen mit mehr als einem Anbieter, wären im Herbst bei einer Umwandlung des Probebetriebes in eine Dauerregelung möglich. Aufgrund der bisherigen Rückmeldungen aus den anderen Fraktionen ist eine Zustimmung zu den genannten Vorschlägen derzeit leider eher unwahrscheinlich", erklärt Kaufmann.

Seit Beginn des E-Scooter-Verleihs in Steyr im Juli 2020 wurden über 21000 Fahrten durchgeführt. Die stärksten Tage waren der 2.10.2020 mit 223 Fahrten, sowie der 9.7. und der 5.9.2020 mit jeweils 222 Fahrten. An 6 Tagen seit Juli 2020 wurden weniger als 10 Fahrten am Tag zurückgelegt. Die gesamte zurückgelegte Strecke beträgt über 31000 Km. Man kann also durchaus feststellen, dass die E-Scooter in Steyr eine interessierte Kundschaft gefunden haben. Während der Landesausstellung könnte noch ein weiteres Einsatzgebiet als Fahrzeug zwischen den Ausstellungsorten dazu kommen.