STEYR. Der TC Harland bleibt der Angstgegner des UTC Casa Moda Steyr in der 1. Tennis-Bundesliga. Wie im Vorjahr mussten sich die Steyrer dem Team aus St. Pölten mit 4:5 geschlagen geben. Nach dem unglücklichen 2:4-Zwischenstand nach den Einzeln mobilisierten die UTC-Cracks nochmals alle Kräfte, ...

machten die Partie vor etwa 150 Zuschauern nochmals spannend, blieben aber am Ende glücklos.

Wie erwartet entwickelte sich zwischen den beiden Mannschaften von Beginn weg ein Spiel auf Augenhöhe. Christopher Kas konnte bei seinem Debüt für die Steyrer den ersten Satz für sich entscheiden, musste sich Dominik Wirlend aber letztendlich 6:4, 2:6, 11:13 geschlagen geben. Der 39-jährige Deutsche, der mittlerweile als Tennis-Coach und TV-Experte arbeitet, bewies Kampfgeist, wehrte vier Matchbälle ab, ehe er selbst einen vergab. Doch beim fünften Matchball setzte Wirlend den entscheidenden Vorhand-Winner. Kas versuchte vergeblich den Ball zu erlaufen und zog sich dabei eine Zerrung im Oberschenkel zu.

Vitaliy Sachko ließ dagegen auch in seinem zweiten Spiel für Steyr nichts anbrennen. Obwohl der Ukrainer gegen Markus Sedletzky den Start verschlief, setzte er sich am Ende souverän mit 2:6, 6:1, 10:5 durch. Doch Harland ging unmittelbar darauf wieder in Führung. Simon Traxler musste sich Paul Holzinger mit 2:6, 6:7 beugen. In der zweiten Einzelrunde ließ Dominik Traxler seinem Gegner Matthäus Nguyen beim 6:0, 6:0 nicht den Funken einer Chance. Zu diesem Zeitpunkt hatte der UTC allerdings schon den zweiten Verletzten zu beklagen. Dominic Hejhal hatte sich gleich zu Beginn seines Matches gegen Lukas Jastraunig den Rücken verrissen. Er biss auf die Zähne und der herbeigeeilte Physiotherapeut Max Haslauer, der auch das ÖSV-Skicross-Nationalteam betreut, schaffte es tatsächlich, den Steyrer Routinier wieder spielfähig zu machen. Jastraunig ließ im Tiebreak des zweiten Satzes aber nichts anbrennen und siegte mit 6:4, 7:6.

Nachdem sich auch David Pichler dem Polen Maciej Rajski trotz Satzführung 6:3, 3:6, 9:11 geschlagen geben musste, hatte sich das Sieg-Pendel kräftig Richtung Harland bewegt. Christopher Kas musste für das Doppel verletzungsbedingt passen. Kapitän Stefan Minichberger rückte für ihn in die Mannschaft und zeigte mit seiner Truppe, dass die Partie noch keineswegs verloren war. Vitaliy Sachko gewann mit Dominic Hejhal das Einser-Doppel gegen Rajksi/Wirlend souverän mit 6:4, 6:2. Die Gebrüder Traxler kämpften sich im dritten Doppel zu einem 6:7, 7:5, 10:6-Erfolg gegen Holzinger/Nguyen. Doch David Pichler und Minichberger verpassten mit einer 6:4, 3:6, 5:10- Niederlage gegen Sedletzky/Jastraunig die Sensation, den 2:4-Einzelrückstand umzudrehen. „Heute ist mit Verletzungen und knappen Matchtiebreak-Niederlagen viel gegen uns gelaufen. Dennoch können wir mit dem Auftritt insgesamt zufrieden sein. Die vielen Zuschauer haben starkes Tennis gesehen und die Form der Mannschaft ist intakt“, sagte Minichberger.

Bereits am Freitag haben die UTC-Cracks mit dem Auswärtsspiel beim amtierenden Meister Irdning den nächsten Auftritt, ehe am kommenden Sonntag (9. Aug.) mit dem Derby gegen Mauthausen (Spielbeginn 11 Uhr) ein weiterer Tennis-Leckerbissen auf der heimischen UTC-Anlage in der Klosterstraße wartet.

Tennis Bundesliga - UTC Casa Moda Steyr vs. Mauthausen
Sonntag, 9. Aug. 2020, 11 Uhr
Tennisanlage UTC Steyr, Klosterstraße, Gleink