STEYR. „Wir werden als Stadt und Standortkommune dem Betriebsrat und der Geschäftsführung bei den Verhandlungen um die Aufrechterhaltung des MAN-Werkes Steyr jede nur denk- und machbare Unterstützung bieten“, betont der Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl ...

die ungeteilte Bereitschaft der politischen Parteien, alles zu tun, um das vergangenen Freitag vom Traton-Vorstand für MAN Steyr skizzierte Horrorszenario abzuwenden.

„Arbeiterbetriebsratschef Erich Schwarz hat mir am Freitagnachmittag bei der Heimfahrt von München in einem Telefongespräch mitgeteilt, mit welch fatalen Einsparungsplänen des Vorstandes die Betriebsräte des MAN-Konzerns erstmals offiziell konfrontiert wurden und dass für das Werk Steyr sogar eine Komplettschließung vorgesehen sei.

Uneingeschränkte Unterstützung der Stadtpolitik
„Ich habe Erich Schwarz sofort die volle Unterstützung der Stadt beim Kampf gegen die angekündigte Werksschließung zugesagt und ihm versichert, dass wir – falls gewünscht und erforderlich – uns natürlich auch in die Gespräche einbringen und aktiv an möglichen Lösungen mitarbeiten“, so Bürgermeister Hackl.

„Die Verhandlungen zwischen Vorstand, Betriebsrat und Gewerkschaft stehen erst am Anfang. Die mehr als zweitausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Steyrer MAN- Werkes sollen aber wissen, dass auch die Steyrer Stadtpolitik geschlossen alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen wird, um die Schließungspläne wieder vom Tisch zu bekommen und den Fortbestand der traditionsreichen, mehr als 100 Jahre bestehenden Lkw-Produktion in Steyr zu sichern“, so Gerald Hackl.

Antwortbrief der Stadt an MAN-Vorstand
„Diese Bereitschaft sowie das Angebot der aktiven Mithilfe der Stadt zur Standortsicherung habe ich im Übrigen auch gegenüber dem Vorsitzenden des Vorstandes MAN SE/MAN Truck & Bus SE, Dr. Andreas Tostmann, zum Ausdruck gebracht, dem ich heute auf seinen Brief von Freitag geantwortet habe“, so der Bürgermeister abschließend.