SIERNING. Die Verwendung von Solarstrom für Heizzwecke galt lange Zeit als wirtschaftlich und ökologisch umstritten. Die konsequente Weiterentwicklung der
Technologie führt aber zu ...

kontinuierlichen Kostenreduktionen, die die Verwendung von
Strom aus PV-Anlagen für Wärmeanwendungen nicht nur wirtschaftlich sinnvoll
sondern sogar zur kostengünstigsten Variante macht. Die laufende Senkung der
Einspeistarife sorgt zudem dafür, dass immer mehr Besitzer von PV-Anlagen danach
trachten, die Überschuss-Produktion selbst zu verwerten.


Für den oberösterreichischen Photovoltaik-Pionier Dr. Gerhard Rimpler gilt es in diesem
Zusammenhang vor allem, Barrieren im Kopf zu lösen. „Die Verwendung von Strom für
Heizzwecke war lange Zeit zu Recht verpönt. Mittlerweile haben sich aber die technischen
Möglichkeiten gravierend verändert.“ Gerade selbstproduzierter Solarstrom ist heute bei
Wärmeanwendungen eine echte Alternative, die es hinsichtlich der laufenden Betriebskosten
jederzeit mit Wärmepumpen, Pelletskessel oder Gasthermen aufnehmen kann. „Dass bei
dieser Variante auch noch die ansonsten üblichen Wartungskosten wegfallen, ist in dem
Vergleich noch gar nicht berücksichtigt“, so Dr. Rimpler.


Gerade angesichts der derzeitigen Entwicklung der Einspeistarife für private
Solarstromproduzenten wäre für den PV-Experten ein rasches Umdenken sinnvoll und
notwendig. Entwicklungen wie in Deutschland, wo die Tarifpolitik der Energiekonzerne
verstärkt zur Abschaltung privater PV-Anlagen führte, sollten aus Klimaschutzgründen
tunlichst vermieden werden.

Dr. Rimpler: „Die Verwendung des überschüssigen Solarstroms
für Heizwecke ist eigentlich wie ein Speicher. Die technischen Voraussetzungen sind
gegeben, Besitzer von privaten PV-Anlagen sollten diese extrem kostengünstige Lösung
verstärkt nutzen.“