STEYR. Menschen mit gleichen Problemen oder Anliegen finden Rat und Unterstützung in Selbsthilfegruppen. Seit einem Jahr ist das Klinikum Steyr „selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Beim ersten Tag der Selbsthilfe

am 12. November präsentierten sich rund 25 Gruppen, um so in Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikum Steyr zu kommen.

Dem Thema Selbsthilfe kommt im Zusammenhang mit der Gesundheit eine bedeutende Rolle
zu. Der Kontakt mit anderen Betroffenen kann den Gesundheitszustand maßgeblich positiv
beeinflussen. Das soziale Umfeld unter Gleichgesinnten fördert bei Menschen mit schweren
akuten oder chronischen Erkrankungen außerdem das Wissen um ihre Gesundheit. So sind
sie weniger isoliert und besser für den Alltag gerüstet.

Wertvolles Wissen aus Selbsthilfegruppen
Das Klinikum Steyr ist seit rund einem Jahr „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Gabriela
Simmer, MA, ist als Selbsthilfeverantwortliche mit über 80 Selbsthilfegruppen in Kontakt. „Ziel
der Selbsthilfeinitiative ist es, das ärztliche, pflegerische und therapeutische Handeln innerhalb
des Klinikums durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe zu bereichern, den Kontakt mit und
zwischen Selbsthilfegruppen zu fördern, kooperierende Gruppen aktiv zu unterstützen und
gemeinsam mit den Selbsthilfegruppen ein Auffangnetz für unsere PatientInnen außerhalb des
Spitals zu schaffen.“, so die Selbsthilfebeauftragte.
Verschiedenste Selbsthilfegruppen – wie die Peerberatung bei Stoma, die Selbsthilfegruppe
für Lungenerkrankungen oder die Borderline Selbsthilfegruppe – treffen sich regelmäßig direkt
im Klinikum Steyr zum Austausch mit PatientInnen. Um die Vernetzung unter den
Selbsthilfegruppen gemeinsam mit der Kollegialen Führung des Hauses zu stärken, gab es
auch ein Arbeitstreffen. Entstanden ist ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Vorschlägen, wie
die Arbeit im LKH Steyr – im Sinne der PatientInnenorientierung – gemeinsam mit den
Selbsthilfegruppen optimiert werden kann.

Austausch am Tag der Selbsthilfe
Nach rund einem Jahr „selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ist die Selbsthilfe in vielen
Bereichen bereits fester Bestandteil im klinischen Alltag. Um dies noch mehr zu stärken fand
am 12. November zum ersten Mal der Tag der Selbsthilfe im Klinikum Steyr statt: Rund 25
Selbsthilfegruppen standen den MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen gerne Rede und
Antwort. Ziel war es, die Selbsthilfegruppen hierdurch noch mehr mit den einzelnen Stationen
und Fachbereichen in Kontakt kommen zu lassen.
„Wir können mit dem Wissen aus Selbsthilfegruppen einen nachhaltigen Mehrwert für die
Patientinnen und Patienten generieren, indem wir sie nicht nur zu den Gruppen schicken,
sondern auch die Erkenntnisse und Fortschritte zurück ins Klinikum tragen“, betont Dr. Michael
Hubich, MBA, Ärztlicher Direktor am Klinikum Steyr.