Oben: Die wunderschöne Aussicht von der Bärenriedlau Hütte. Bildquelle ÖBF.

STEYR-LAND. Ein besonderes Ausflugsziel erwartet Besucher auch in diesem Sommer im Nationalpark Kalkalpen: Die Bärenriedlau Hütte – ein historisches Juwel aus dem 18. Jahrhundert – öffnet an ausgewählten Wochenenden im August und September ihre Türen zur kostenlosen Besichtigung. Ergänzt wird das einmalige Ambiente durch eine eindrucksvolle Fotoausstellung des Naturfotografen Markus Sallmannshofer, die vor Ort ebenfalls zu sehen ist.

Ein Denkmal mit Geschichte
Die rund 300 Jahre alte Bärenriedlau Hütte zählt heute zu den kulturhistorisch bedeutendsten Bauwerken der Pyhrn-Priel-Region. Errichtet im frühen 18. Jahrhundert, diente sie zunächst als einfache Unterkunft für Hirten und Jäger und später als Jagdquartier für Erzherzog Franz Ferdinand. Heute steht sie im Eigentum der Österreichischen Bundesforste und gilt als historisches Juwel im Nationalpark Kalkalpen.

Von 2011 bis 2014 wurde die Hütte mit viel Sorgfalt und denkmalgerechter Handwerkskunst durch den Nationalparkbetrieb der Österreichischen Bundesforste und den Nationalpark Kalkalpen renoviert. Von 14. August bis 7. September 2025 besteht jeweils von Donnerstag bis Sonntag, zwischen 10 und 15 Uhr, die Möglichkeit, die Hütte kostenlos und ohne Anmeldung zu besichtigen. Die Nationalpark-Rangerin Lisi informiert vor Ort über die Geschichte des Bauwerks sowie über den Wandel der Region – vom kaiserlichen Jagdgebiet zur heutigen Wildruhezone im Schutzgebiet.

Fotoausstellung „Zwischen Fels und Himmel“
Die diesjährige Ausstellung widmet sich der Faszination der Berge – majestätisch, still und erhaben. Unter dem Titel „Zwischen Fels und Himmel“ zeigt Naturfotograf Markus Sallmannshofer bildgewaltige Perspektiven auf die Vielfalt des Hochgebirges. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Auswahl analoger Fotografien seines Großvaters Karl Scheucher. Sie erzählt von einer generationsübergreifenden, tief verwurzelten Leidenschaft für Berge und Fotografie. Eigens für die Bilder verfasste und ausgewählte Verse verleihen ihnen eine poetische Rahmung, sodass das Gesamtwerk die Emotionen des Erlebens einer Welt zwischen Fels und Himmel beleuchtet. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Hütte kostenlos zugänglich.

Anreise & Wanderung
Die Hütte liegt abgelegen und ist nur zu Fuß erreichbar. Der Zustieg ist auf folgenden Wegen möglich:

  • Weg Nr. 461 vom Ort St. Pankraz
  • Weg Nr. 462/461 von Roßleithen
  • Alternativ: Vom Parkplatz Teufelskirche der Beschilderung „Nationalpark Eingang“ folgen und der Langer-Graben-Straße rund 6 km durch wildromantische Landschaft bis zur Verbindung mit dem markierten Weg Nr. 461 folgen.

Für den Aufstieg (ca. 800 Höhenmeter, Gehzeit 2,5 bis 3 Stunden im teils steilen Gelände) ist gute Kondition erforderlich. Da die Hütte nicht bewirtschaftet ist – sind eine eigene Jause und ausreichend Trinkwasser selbst mitzubringen. Bei anhaltendem Starkregen bleibt die Hütte aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Unten: Fotoausstellung „Zwischen Fels und Himmel“, Bildquelle: Markus Sallmannshofer.

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