LINZ-LAND / KIRCHDORF. Nach einem heißen Arbeitstag noch ein paar erfrischende Längen zu schwimmen, kann zur echten Herausforderung werden, wenn mit dem Beginn der Schulferien Kinder und Jugendliche die Freibäder stürmen um ihren Badespass auszuleben. Die Kapazität der Freibäder stößt an manchen Tagen an ihre Grenzen. Spätestens dann wird es für Erholungssuchende und Sonnenhungrige Zeit, sich nach ruhigeren und weitläufigeren Alternativen umzusehen.
Neben den einmaligen und faszinierenden Flusslandschaften der Enns und Steyr, oder dem Reichraminger Hintergebirge, bieten auch einige kleinere Seen im Umkreis von Steyr ein attraktives Badevergnügen.
Der Elisabethsee
Fährt man von Steyr aus in Richtung Steyrtal, befindet sich kurz nach der Ortsdurchfahrt Klaus der Elisabethsee. Er entstand durch das Aufstauen der Steyr und glitzert seither mit dem Klaus-Stausee um die Wette, der nur durch wenige Meter Erddamm vom Elisabethsee getrennt ist. Die dicht bewaldeten Erhebungen kurz vor der Einfahrt ins Stodertal spiegeln sich malerisch im dunklen Grün des Wassers. Im seichteren Uferbereich schwimmen Karpfen ihre gemächlichen Runden und lassen sich vom lebhaften Plantschen ringsum nicht aus der Ruhe bringen.
Während das Wasser des Elisabethsees bereits nach einigen warmen Sonnentagen zum Baden einlädt, bleibt das Wasser im Bereich des Stausees auch an Hochsommertagen durch den Steyrzufluss und seine Tiefe erfrischend kühl.
Wer sich auf der Liegewiese nicht selbst mit Essen und Trinken versorgt, findet sich im kulinarisch gut und freundlich bedienten Buffet ein. Am weitläufigen Wiesengelände findet man immer ein ruhiges Plätzchen mit Seezugang, um einen entspannten Sonnentag inmitten der Berglandschaft des Pyhrn-Priel-Gebietes zu genießen und bis zum Sonnenuntergang zu verweilen.
Der Pichlingersee
Der bei Asten gelegene Pichlingersee ist bei Linzern und Steyrern gleichermaßen beliebt und unkompliziert über die B309, oder umweltfreundlich mit der Bahn erreichbar. Rund um den See gibt es mehrere Parkplatzzufahrten mit großzügigen, kostenfreien Parkflächen. Mit seinen 31 Hektar Wasserfläche, ist er einer der größten Linzer Seen, der durch Grundwasser gespeist wird. Seine Beliebtheit verdankt er nicht nur dem großzügigen Grüngürtel, der ein Brutgebiet für Wasservögel aller Art geworden ist, sondern auch den zahlreichen Restaurants und Imbissbuden, einem Campingplatz und Spielplätzen. Der Aufenthalt zum Sonnen und Baden im See ist kostenfrei.
Seine Wassertemperatur erreicht sehr schnell Wohlfühlgrade, die auch nach einigen Regentagen nicht sofort wieder unter "Badespaßtemperatur" sinken. Unlängst wurde der See mit einer Attraktion (wenn man es denn so nennen will) ausgestattet: einem ca. 1800 m² großen Aquapark zum Klettern, Rutschen, Springen. Das schwimmende Ungetüm aus blau-weißem Kunststoff verunziert jetzt den Blick über den See. In dieser Spaßzone erwartet einen jedenfalls eine Art "See-Aquapulco" mit entsprechendem Lärmpegel und Preisen. Schwimmen alleine genügt nicht mehr, es braucht mehr Fun.
Außerhalb der Schulferien wird die überdimensionale "Bespaßungsinsel" wohl wenig genutzt werden und dann verwaist am See treiben. Vielleicht nutzen es die gefiederten Freunde des Sees als Zwischenlandeplatz und beobachten von dort aus die letzten Sonnenhungrigen.
Unten: Badespaß aus Plastik am Pichlingersee