OÖ. Im Linzer Mariendom haben am Samstagmittag, 7. Februar 2026, tausende Gläubige, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft Abschied von Altbischof Maximilian Aichern genommen. Der frühere Diözesanbischof von Linz war am 31. Jänner im Alter von 93 Jahren verstorben.
Der Mariendom bot einen würdigen Rahmen für das feierliche Requiem, bei dem Leben und Wirken des Verstorbenen in den Mittelpunkt gestellt wurden. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, in stiller Andacht zu verweilen, Kerzen zu entzünden und persönlich ihre Anteilnahme zu zeigen.
Stationen eines außergewöhnlichen Kirchenmannes
Maximilian Aichern wurde am 26. Dezember 1932 in Wien geboren. Nach dem Eintritt in den Benediktinerorden der Abtei St. Lambrecht (Steiermark) und seiner Priesterweihe prägte er zunächst als Ordensmann das kirchliche Leben. 1977 wurde er zum Abt von St. Lambrecht gewählt.
1982 erfolgte seine Ernennung zum Bischof von Linz, 1983 die Bischofsweihe. Mehr als zwei Jahrzehnte stand Aichern an der Spitze der Diözese Linz und galt als bürgernaher, sozial engagierter Hirte, der den Dialog mit der Gesellschaft und den Einsatz für sozial Schwächere besonders betonte. Über die Grenzen Oberösterreichs hinaus engagierte er sich in der Österreichischen Bischofskonferenz, unter anderem als deren Vorsitzender.
Mit seinem Rücktritt als Diözesanbischof von Linz im Jahr 2004 setzte Aichern seinen Dienst als Altbischof in bescheidener, aber präsenter Weise fort und blieb vielen Gläubigen als seelsorglicher Ansprechpartner verbunden.
Der Tod Aicherns hinterlässt eine große Lücke im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben Oberösterreichs. Seine Verdienste um die Diözese Linz und sein Einsatz für ein menschliches, solidarisches Miteinander wurden im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten mehrfach hervorgehoben.
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