LINZ / OÖ. Mit einer außergewöhnlichen Inszenierung hat die Linzer Klangwolke am Samstagabend den Donaupark und die Donau einmal mehr in eine große Freiluftbühne verwandelt. Unter dem Motto „ATTheENDLinz“ setzte Regisseur Felix Breisach heuer einen deutlichen Schwerpunkt auf aktuelle gesellschaftliche Themen und machte den Fluss zu einem eindrucksvollen Schauplatz für Musik, Licht und Video.
Im Mittelpunkt der Produktion standen Fragen rund um gesellschaftliche Umbrüche, die Klimakrise, Krieg und Frieden. Ausgangspunkt der Geschichte war die fiktive Vorstellung vom Untergang der Stadt Linz. Daraus entwickelte sich die Frage, was bleibt und wie ein Neubeginn aussehen kann. Die Inszenierung verband diese Gedanken mit starken Bildern und einer bewusst düsteren Atmosphäre, die das Publikum entlang der Donau in ihren Bann zog.
Donau als Bühne für Musik und starke Bilder
Die Donau selbst wurde zum zentralen Element der Aufführung. Schiffe, das Brucknerhaus und der Donaupark waren aktiv in das Geschehen eingebunden und machten die Klangwolke zu einem Gesamterlebnis im öffentlichen Raum. Musikalisch getragen wurde der Abend unter anderem vom Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner, den St. Florianer Sängerknaben sowie Bariton Rafael Fingerlos.
Mit Licht-, Video- und Klangeffekten setzte die Klangwolke 2026 auf eine eindrucksvolle Mischung aus Kunst und gesellschaftlicher Reflexion. Sie wollte nicht nur beeindrucken, sondern auch zum Nachdenken anregen und die großen Fragen der Gegenwart sichtbar machen. Damit bestätigte die Veranstaltung einmal mehr ihren Stellenwert als einer der Höhepunkte im oberösterreichischen Kulturkalender und als Auftakt des Linzer Kulturherbstes.
Fotos © FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR
