STEYR. Am Donnerstag, dem 25. Juni, startet auch das Museum Arbeitswelt wieder mit seinem Veranstaltungsprogramm. Um 19 Uhr beginnt die Lesung mit anschließender Diskussion „Marie Jahoda: Welche Arbeit brauchen wir?“ bei freiem Eintritt ...

Zu Gast ist auch die Schauspielerin Maria Hofstätter, die Texte der österreichischen Sozialforscherin lesen wird. Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Anmeldung für die Veranstaltung erforderlich.

Warum braucht der Mensch die Arbeit? Was sind die Folgen von Arbeitslosigkeit? Diese Fragen gewinnen in der Corona-Krise an Aktualität. Rekordarbeitslosigkeit und Arbeit unter widrigen sozialen und gesundheitlichen Umständen ist das eine Extrem, das Verfließen der Grenzen von Arbeit und Privat durch Home-Office eine andere Seite der Medaille.

Marie Jahoda und ihr Werk
Die Sozialforscherin Marie Jahoda (1907-2001) hat sich Zeit ihres Lebens mit der Bedeutung der Arbeit auseinandergesetzt. Als Ko-Autorin von Die Arbeitslosen von Marienthal ist sie weltweit bekannt geworden. Als Sozialpsychologin entwickelt Marie Jahoda ein breites Verständnis von Arbeit. Arbeit versteht sie nicht nur als wirtschaftliche Notwendigkeit, nicht nur als „unveräußerliches Recht“, sondern als „das innerste Wesen des Lebendigseins“. Ein Blick in ihr Werk hilft, ein besseres Verständnis für die Probleme der heutigen Arbeitswelt zu entwickeln.

Arbeitslosigkeit führt zur Resignation, nicht zur Revolution. (Marie Jahoda)

Lesung und Diskussion
Gelesen werden die Texte von Maria Hofstätter, die neben ihrer Arbeit am Theater und im Fernsehen (»Braunschlag«) seit mehr als 20 Jahren in Ulrich Seidls sozialkritischen Filmen auftritt. 2014 erhielt sie den Österreichischen Filmpreis als „beste Darstellerin“ für ihre Rolle in »Paradies: Glaube«. Der Soziologe Meinrad Ziegler (Uni Linz) stellt Jahodas „Sozialpsychologie der Arbeit“ in einen historischen Rahmen und der Soziologe Johann Bacher (Uni Linz) zeigt die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeit anhand aktueller Studien. Moderiert wird der Abend von Georg Hubmann, Sozialwissenschafter und Leiter des Jahoda-Bauer Instituts.

Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Anmeldung für die Veranstaltung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / 07252 77351-0.