SIERNING/BAD HALL/STEYR. Seit Jahren wird auf die fehlenden Radwege zwischen Bad Hall, Sierning und Steyr aufmerksam gemacht. Die von Radlobby-Vereinen vorgebrachten Wünsche lassen sich jedoch offenbar nicht so schnell realisieren.
Es gibt keinen durchgehend baulich getrennten Radweg, der die Ortszentren von Bad Hall und Sierning direkt verbindet. Radfahrerinnen und Radfahrer müssen größtenteils auf der Straße fahren, was aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens als gefährlich gilt. Auch von Sierning nach Steyr gibt es keinen alltagstauglichen Radweg.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Ausbau der Radinfrastruktur zwischen Bad Hall und Sierning aufgrund finanzieller Engpässe verzögert wird, obwohl der Bedarf für eine sichere Verbindung – insbesondere für den Alltagsradverkehr – erkannt wurde. Auch für routinierte Radfahrende ist das Befahren der Voralpen-Bundesstraße (B122) mit einem hohen Unfallrisiko verbunden. Autofahrende fühlen sich durch Radfahrende belästigt. Ein Radweg ist daher aus Sicht der Verfasserin bzw. des Verfassers für alle Seiten notwendig und würde zu Entspannung und mehr Sicherheit beitragen.
„Ziel unserer Aktion ist es, fehlende Radwege sichtbar zu machen, denn sichere Überholabstände sind, wie die Realität gezeigt hat, ein Wunschtraum“, so eine Sprecherin der Radlobby Sierning.
Der Bürgermeister von Sierning bezeichnet den Lückenschluss zwar als „Herzensanliegen“, doch aufgrund der schwierigen Finanzlage (24,7 Mio. Euro Budget, Verschiebungen notwendig) ist mit einer schnellen Umsetzung nicht zu rechnen. Es existieren Routen, die jedoch meist über Nebenstraßen führen oder den Voralpenradweg R12 einbinden, was oft einen längeren Weg bedeutet.
Seit Oktober 2022 ist der Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden gesetzlich verankert: Innerorts sind mindestens 1,5 Meter Abstand, außerorts mindestens zwei Meter einzuhalten. Die Realität sieht nach Ansicht der Radlobbys jedoch noch völlig anders aus. Die Radlobbys Sierning, Bad Hall und Steyr weisen regelmäßig auf Gefahren hin und machen immer wieder auf diverse Probleme der einspurigen Verkehrsteilnehmer:innen aufmerksam.
Ein Leserbrief von Gerhard Hütmeyer
Der Inhalt dieses Leserbriefes wurde von der Redaktion nicht auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Redaktion dar. Für Rückfragen stehen wir per Mail unter