GASTKOMMENTAR. In Zeiten in denen das soziale Klima immer kälter wird und Ausgrenzung leider zur Tagesordnung gehört, haben die Verantwortlichen der Stadt Steyr nun also klargemacht, dass unsere Stadt leider nicht für alle gedacht ist - nur für die mit passenden „Mindset“?
Die Frage ist nur, wer diejenigen sind, für die die Stadt nicht gedacht ist. 100 Persönlichkeiten sollen angeblich an der neuen Marke mitgearbeitet haben. Waren das die Arbeiter:innen von BMW oder Steyr Automotive? Das Pflegepersonal im PEK? Die Menschen aus Genossenschaftswohnungen am Tabor, im Münichholz oder am Resthof? Oder hat man wie aus den Pressemeldungen hervorgeht den Fokus auf Tourismus und Wirtschaft gelegt, damit die betuchten Einwohner:innen der Stadt ihre Story erzählen können?
Dass es anders geht zeigt die steirische Landeshauptstadt Graz. Im Jahr 2023 hat der Grazer Gemeinderat ein neues Integrationsleitbild mit dem Titel „Graz sind wir alle“ beschlossen. Das wäre die Messsage die auch Steyr in die Welt tragen sollte.
Dass der markanteste Teil des alten Logos, der den Zusammenfluss von Steyr und Enns dargestellt hat nun zu einem langweiligen Y degradiert wurde, ist dann noch das Sahnehäubchen. That’s Y Claim hin, that’s Y Claim her.
Ein Gastkommentar von
Werner Lechner, Bezirkssprecher KPÖ Steyr