KIRCHDORF/STEYR. Am Samstagvormittag führte die Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf auf ihrem Übungs- und Ausbildungsgelände eine umfangreiche Gefahrstoffübung durch. Dabei wurde der Austritt einer gefährlichen Substanz aus mehreren Kanistern simuliert, um die Einsatzkräfte auf realistische Szenarien vorzubereiten. Im Fokus standen die Menschenrettung und umfangreiche Dekontaminationsmaßnahmen. Eine besondere Herausforderung war die Rettung eines Kindes aus einem Fahrzeug in der Nähe des Gefahrstoffaustritts sowie die Bergung einer weiteren Person von der Ladefläche eines Transportfahrzeugs.
Die Übung erforderte den Einsatz von schwerem Atemschutz, zusätzlicher Schutzausrüstung und Vollschutzanzügen der Schutzstufe 3. Moderne Technik unterstützte die Einsatzkräfte: Drohneneinheiten aus den Bezirken Kirchdorf und Steyr lieferten präzise Luftbilder zur Lageerkundung.
Ein zentraler Bestandteil war der Dekontaminationsplatz, der außerhalb des Gefahrenbereichs eingerichtet wurde, um Einsatzkräfte und Gerät fachgerecht zu dekontaminieren. Neben der Feuerwehr Kirchdorf waren Gefahrstoffzüge der Bezirke Kirchdorf und Steyr-Land sowie das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug der Feuerwehr Pettenbach beteiligt. Die Übung förderte nicht nur die technische Schulung, sondern auch die überörtliche Zusammenarbeit.
Im Anschluss fand eine strukturierte Nachbesprechung statt. Ein regionaler Fleischereibetrieb sorgte für die Verpflegung der Teilnehmer.
Foto © TEAM FOTOKERSCHI & MARTIN SCHARINGER & DROHNE KIRCHDORF