OÖ. Am Abend des 30. September 2025 und in der darauffolgenden Nacht führten Beamte der Landesverkehrsabteilung Oberösterreich, unterstützt durch den Tiertransportinspektor des Landes, umfassende Tiertransportkontrollen in Oberösterreich durch. Während dieser Kontrollen wurde ein niederländischer Tiertransporter, der 730 Ferkel von Deutschland nach Slowenien transportierte, gestoppt und kontrolliert.
Zahlreiche Verstöße und Fälschung von Beweismitteln
Dabei wurden zahlreiche Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, das Tiertransportgesetz sowie das Kraftfahrgesetz festgestellt. Aufgrund der erheblichen Überladung mussten 200 Tiere vor Ort auf einen lokalen Tiertransporter umgeladen und zu einer nahegelegenen Schweine-Sammelstelle gebracht werden. Zudem wurden die beiden Fahrer des niederländischen Transporters wegen der Fälschung von Beweismitteln angezeigt, da sie versucht hatten, Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten zu verschleiern.
Kälber 11 Stunden ohne Versorgung
Ein weiterer Vorfall betraf einen Tiertransporter, der am Vormittag etwa 50 Kälber vom Bezirk Grieskirchen in den Bezirk St. Veit an der Glan transportierte. Zwei der Kälber wurden an der Abladestelle abgelehnt und ohne Versorgung zurück nach Oberösterreich transportiert. Zusätzlich wurde ein 1,5-stündiger Umweg gemacht, um eine Palette Steinplatten abzuholen, wodurch die Kälber insgesamt elf Stunden ohne angemessene Versorgung unterwegs waren.
Insgesamt erstatteten die Behörden mehr als 60 Anzeigen an die Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen und zwei weitere Anzeigen wegen des Verdachts der Beweisfälschung an die Staatsanwaltschaft Wels.