STEYR. Im Großraum Steyr ist in einer Geflügelhaltung nahe der Enns ein bestätigter Fall der hochpathogenen Vogelgrippe aufgetreten. Die Gesundheits- und Veterinärbehörden reagierten sofort und richteten rund um den betroffenen Betrieb eine Schutzzone sowie eine Überwachungszone ein, um eine Ausbreitung des Virus konsequent zu verhindern.
Bereits am Mittwoch starteten umfassende Desinfektionsmaßnahmen. Ein Arbeiter in Schutzanzug reinigte die Stallungen und sämtliche Außenbereiche gründlich. Wie das Magistrat mitteilt, müssen rund 700 Gänse in dem Betrieb gekeult werden – eine notwendige Maßnahme, um das Infektionsrisiko bestmöglich zu minimieren.
Für die kommenden drei Wochen gilt innerhalb der ausgewiesenen Zone strenge Stallpflicht für sämtliches Geflügel. Dadurch soll ein Kontakt mit Wildvögeln, die das Virus übertragen können, ausgeschlossen werden. Die anschließende Überwachungsphase beträgt 30 Tage, in denen mögliche weitere Verbreitungen rasch erkannt und eingedämmt werden sollen.
In den vergangenen Wochen wurden im Raum Steyr mehrere tote Wildvögel gemeldet. Auch aus anderen Teilen Oberösterreichs gingen zuletzt Verdachtsmeldungen ein, die sich laut Landesveterinärdirektion jedoch sämtlich als Fehlalarm herausstellten. Die Behörden betonen, wie wichtig die aufmerksame Mithilfe der Bevölkerung ist: Jede rasche Meldung verdächtiger Fälle könne entscheidend sein, um neue Ausbrüche frühzeitig zu erkennen.
Die Lage bleibt weiterhin unter Beobachtung – die Einsatzkräfte und Veterinärbehörden arbeiten eng zusammen, um ein Überspringen des Virus auf weitere Betriebe zu verhindern.