KIRCHDORF. Eine groß angelegte Suchaktion beschäftigte in der Nacht auf Samstag die Einsatzkräfte im Gemeindegebiet von Rosenau am Hengstpass. Eine 54-jährige Wanderin aus dem Bezirk Kirchdorf war am Freitag, 19. Dezember 2025, gegen 9.30 Uhr von der Zickerreith in Richtung Wasserklotz aufgebrochen. Gegen 11 Uhr erreichte sie den Gipfel und entschied sich nach einer längeren Rast, einen anderen Weg für den Abstieg zu wählen. Dabei verlor sie die Orientierung und gelangte in Richtung Blabergalm und schließlich bis in den Bereich des sogenannten Weißwassers.
Zwischenzeitlich hatte die Wanderin Mobilfunkempfang und informierte gegen 17.30 Uhr ihren Ehemann, dass sie sich verirrt habe, jedoch innerhalb einer Stunde wieder beim Parkplatz sein wolle. Als die 54-Jährige bis kurz vor Mitternacht nicht nach Hause zurückkehrte, setzte ihr Gatte den Bergrettungsnotruf ab.
Daraufhin starteten die Bergrettungsdienststelle Windischgarsten, eine Polizeistreife sowie ein Alpinpolizist eine umfangreiche Suchaktion. Aufgrund der Größe des Suchgebietes wurden auch die Bergrettungsortsstellen Spital am Pyhrn und Vorderstoder sowie ein Hundeführer hinzugezogen. Zusätzlich veranlasste das Landeskriminalamt eine Handypeilung, die einen möglichen Standort bei einem Mobilfunksender in Großraming mit einem Suchradius von rund 7,6 Kilometern ergab.
Zur Unterstützung aus der Luft wurde außerdem die Flugeinsatzstelle Salzburg mit dem Polizeihubschrauber „Libelle“ samt Wärmebildkamera (FLIR) alarmiert, die den Bereich rund um den Wasserklotz absuchte. Gegen 2.05 Uhr meldete schließlich ein Suchtrupp der Bergrettung, eine weibliche Stimme wahrgenommen zu haben. Nachdem die Abgängige auf Zurufe reagierte, konnte sie in weglosem Gelände am sogenannten Langfirst lokalisiert und aufgefunden werden.
Die 54-Jährige befand sich den Umständen entsprechend in gutem Zustand und konnte den Abstieg in Begleitung der Einsatzkräfte selbstständig bewältigen.