Oben: Das Hochwasser erreichte am 29. Juli einen Pegelstand von 550 cm am Steyrer Ortskai. Foto © E-STEYR.COM

STEYR. Der Jahresbericht 2025 der Freiwilligen Feuerwehr Steyr unterstreicht eindrucksvoll ihre zentrale Rolle als Sicherheitsinstanz und gesellschaftliche Stütze der Stadt. Mit hoher fachlicher Kompetenz und großem ehrenamtlichem Engagement bewältigten die 333 Mitglieder ein arbeitsintensives und forderndes Einsatzjahr.

Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Steyr im Berichtsjahr 498 Alarmierungen. Dabei wurden 469 Menschen aus unterschiedlichsten Notlagen gerettet. Allein im direkten Einsatzdienst leisteten die Kameradinnen und Kameraden 11.053 Stunden. Die Einsätze gliederten sich in 210 Brandeinsätze und 288 technische Hilfeleistungen – ein Spiegel der breiten Aufgabenpalette im urbanen Raum.

Großbrände und Unwettereinsätze prägten das Jahr
Besonders gefordert war die Feuerwehr bei markanten Einzelereignissen. Ein Großbrand in der Waldrandstraße, zwei Kellerbrände sowie ein Wohnungsbrand im Stadtteil Resthof stellten die Schwerpunkte im Bereich der Brandbekämpfung dar. Im technischen Einsatzwesen führten Starkregenereignisse im Juli zu einer massiven Einsatzhäufung in den Stadtteilen Ennsdorf, Ennsleite, Neuschönau und Christkindl.

Unverzichtbarer Stützpunkt über die Stadtgrenzen hinaus
Auch überregional kam der Feuerwehr Steyr eine bedeutende Rolle zu. Als wichtiger Stützpunkt mit Spezialgeräten wie Kranfahrzeugen, Drohnen und Höhenrettern unterstützte sie Einsätze von Kleinreifling bis hin zu einem Brückeneinsturz in Linz. Diese Einsätze unterstreichen die strategische Bedeutung der Steyrer Wehr weit über das Stadtgebiet hinaus.

Ausbildung, Katastrophenschutz und gesellschaftliches Leben
Neben dem Einsatzdienst investierte die Feuerwehr Steyr 2025 intensiv in Aus- und Weiterbildung. Insgesamt wurden 122 koordinierte Übungen und Ausbildungen durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Katastrophenschutz: Bei einer groß angelegten, fachübergreifenden Übung in einem Entsorgungsbetrieb trainierten 73 Mitglieder gemeinsam mit dem Katastrophenschutzstab, dem Roten Kreuz und der Polizei den Umgang mit einem Gefahrstoffaustritt.

Auch das gesellschaftliche Engagement kam nicht zu kurz. Der Ball der Freiwilligen Feuerwehr Steyr zog rund 2.500 Gäste an und zählt damit zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Oberösterreich. Darüber hinaus stärkten zahlreiche Aktivitäten der einzelnen Löschzüge das kulturelle und soziale Leben in den Stadtteilen.

43.500 Stunden Ehrenamt für die Stadt
Rechnet man Einsatzdienst, Übungen, Weiterbildungen, Veranstaltungen und administrative Tätigkeiten zusammen, leisteten die Mitglieder der Feuerwehr Steyr im Jahr 2025 insgesamt rund 43.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Der aktuelle Personalstand umfasst 333 Mitglieder – von 10-jährigen Jugendmitgliedern bis hin zu 87-jährigen Kameraden in der Reserve. Diese generationenübergreifende Struktur bildet das Fundament der Organisation. Nachwuchsarbeit, aktive Einsatzkräfte und langjährige Erfahrung greifen dabei eng ineinander.

"Die beeindruckenden Kennzahlen des Jahres 2025 sind laut Feuerwehr das direkte Ergebnis der Einsatzbereitschaft jedes einzelnen Mitglieds. Sie stehen sinnbildlich für das „schlagende Herz“ der Freiwilligen Feuerwehr Steyr, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung bereitsteht", so Bezirksfeuerwehrkommandant Gerhard Praxmarer. 

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