STEYR. Seit Dezember 2025 kommt es in mehreren Kirchen den Pfarren Steyr und St. Ulrich zu massiven Vandalenakten. Die Taten reichen von als Toilette missbrauchten Kirchenbänken über einen aufgebrochenen Tabernakel bis hin zu einem in Brand gesetzten Beichtstuhl.
Zuletzt wurde am Dreikönigstag eine Kunstinstallation im Seitenaltar mit Ketchup beschmiert, zudem soll Stacheldraht aus dem Werk gestohlen worden sein. Der betroffene Künstler Johannes Angerbauer-Goldhoff beziffert den bisherigen Schaden auf rund 7.000 Euro – ohne die jüngsten Vorfälle und seine Arbeitszeit.
Eine der Kirchen reagiert bereits mit eingeschränkten Öffnungszeiten und ist nur mehr zu Gottesdiensten zugänglich. Auf Überwachungskameras will man vorerst dennoch verzichten. Angerbauer-Goldhoff kündigt an, künstlerisch auf die Attacken zu reagieren: In den nächsten Tagen soll eine neue Installation „zum Denken anregen“.
Die Vorfälle wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.