OÖ. Das Landeskriminalamt Oberösterreich warnt aktuell eindringlich vor einer Welle betrügerischer SMS, mit denen Kriminelle an sensible Daten und letztlich an das Geld ihrer Opfer kommen wollen. Allein in den vergangenen zwei Wochen entstand in Oberösterreich bereits ein Schaden von mehr als 800.000 Euro.
Die Masche: In den Nachrichten wird vorgetäuscht, dass dringend Daten aktualisiert werden müssten, sonst würden wichtige Online-Dienste nicht mehr funktionieren – etwa Online-Banking, FinanzOnline-Zugang oder die E-Card. In der SMS ist dafür ein Link enthalten.
Wichtig:
- Reagieren Sie nicht auf diese SMS!
- Klicken Sie keinesfalls auf den Link – es handelt sich um Betrug!
- Löschen Sie die Nachricht umgehend.
Wer den Link anklickt, landet meist auf gefälschten, täuschend echt aussehenden Webseiten, auf denen Zugangsdaten, PINs oder TANs abgefragt werden. In weiterer Folge kontaktieren die Täter ihre Opfer oft telefonisch, geben sich als Bankmitarbeiter oder Behördenvertreter aus und drängen zu weiteren Schritten.
Das Landeskriminalamt gibt folgende Tipps:
- Banken, Finanzamt und Gebietskörperschaften verschicken keine derartigen SMS mit Links zum „Daten-Update“.
- Sollten Sie bereits auf den Link geklickt haben und von angeblichen Bank- oder Behördenmitarbeitern angerufen werden, beenden Sie das Gespräch sofort.
- Glauben Sie nicht den Behauptungen, es gebe „auffällige Abbuchungsversuche“, die nur durch sofortige Preisgabe von Codes oder Zugängen zu stoppen seien.
- Nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit Ihrer Hausbank auf und schildern Sie den Vorfall.
Verdächtige SMS können zudem bei der Polizei gemeldet werden. Die Ermittler appellieren, Angehörige und insbesondere ältere Menschen im Familien- und Bekanntenkreis über diese Betrugsmasche zu informieren.