LINZ/OÖ. Nach monatelangen Ermittlungen ist der oberösterreichischen Polizei ein umfangreicher Schlag gegen die Drogenszene im Bereich der Kremplstraße in Linz gelungen. Der bereits im September 2025 gestartete Schwerpunkt richtete sich gegen gewachsene Vertriebsstrukturen, die laut Polizei mutmaßlich Erlöse im siebenstelligen Eurobereich erzielt haben.
Bislang wurden 85 Beschuldigte festgenommen, gegen weitere zehn Personen bestehen Festnahmeanordnungen der Staatsanwaltschaft Linz. Neben zahlreichen Suchtmitteldelikten brachte die Polizei auch weitere Straftaten zur Anzeige, darunter acht Fälle von Geldwäscherei, zwei Raubdelikte, drei gefährliche Drohungen, eine Körperverletzung, acht Einbruchsdiebstähle sowie ein Widerstand gegen die Staatsgewalt und drei Urkundenunterdrückungen.
Die Ermittler stellten rund 3,4 Kilo Cannabiskraut, 400 Gramm Kokain und 200 Gramm Heroin sicher. Zudem wurden etwa 65.000 Euro Bargeld, 49 Handys, mehrere Laptops und Tablets, ein Pkw, diverse Wertgegenstände und Identitätsdokumente beschlagnahmt. Auch umfangreiches Diebesgut wie Fahrräder, E-Scooter, Notebooks und Handelswaren konnte sichergestellt werden.
Die Polizei betont die enge Zusammenarbeit verschiedenster Einheiten als wesentlichen Erfolgsfaktor. Die lokalen Strukturen der Suchtgiftszene seien deutlich geschwächt, die Vertriebswege nachhaltig gestört.
„Mit diesem Erfolg ist uns ein großer Schlag gegen die organisierte Drogenkriminalität in Linz gelungen. Der Bereich rund um die Kremplstraße war einer der großen Hotspots“, sagte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl bei einer Pressekonferenz am 20. März. Sein Dank gelte allen eingesetzten Kräften, der Staatsanwaltschaft Linz und dem Linzer Magistrat für die gute Zusammenarbeit.