STEYR-LAND. Wie heute Donnerstag (2. April 2026) bekannt wurde, soll eine 21-jährige Bewohnerin einer oberösterreichischen Pflegeeinrichtung Ende März von einem Mitbewohner sexuell missbraucht worden sein. Das wurde am Donnerstag bekannt. Die Polizei bestätigte entsprechende Ermittlungen, nannte jedoch keine weiteren Details.
Ebenfalls bestätigt wurde, dass gegen den mutmaßlichen Täter ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt wurde. Laut „Kronen Zeitung“ beruft sich die Berichterstattung auf die Großmutter der jungen Frau, die zugleich deren Erwachsenenvertreterin ist. Demnach habe sich die geistig beeinträchtigte 21-Jährige einen Tag nach dem nächtlichen Vorfall einer Pädagogin anvertraut.
Der Betreiber der Einrichtung im Bezirk Steyr-Land schilderte gegenüber der Zeitung das übliche Vorgehen in solchen Fällen: Der Bewohnerin sei gezeigt worden, wie sie ihre Zimmertür versperren kann, außerdem habe sie einen Notfallknopf erhalten, um bei Bedarf jederzeit den Nachtdienst verständigen zu können.
Die Großmutter kritisierte laut Bericht allerdings, dass sie erst am übernächsten Tag über den Vorfall informiert worden sei. Auf Anraten der Polizei habe sie daraufhin mit ihrer Enkelin ein Krankenhaus aufgesucht, wo jedoch keine Untersuchung durchgeführt worden sei.
Die OÖ Gesundheitsholding erklärte: „Die Behandlung und Versorgung von Patienten, welche durch Gewaltdelikte traumatisiert sind, erfolgt völlig standardisiert. Zunächst wird in einem langen Gespräch in adäquater Sprache die Notwendigkeit zur Untersuchung besprochen und bei allfälliger Ablehnung solcher Untersuchungen durch den Patienten nicht oder nicht in vollem Ausmaß durchgeführt.“