• BEZIRK: LINZ, OÖ
Fotos © voestalpine

LINZ / OÖ. Nach rund 23 Monaten Umbauzeit präsentiert sich die voestalpine Stahlwelt am Standort Linz seit Juni 2026 vollständig neu. Der gesamte Ausstellungsbereich wurde architektonisch, technisch und inhaltlich umfassend modernisiert, insgesamt investierte der Konzern rund 20 Millionen Euro.

Grid als zentrales Ausstellungselement
Herzstück des neuen Konzepts ist der sogenannte Grid, eine hängende, begehbare Konstruktion, die als räumliches und inhaltliches Rückgrat der Ausstellung dient. Als offenes, vernetztes System veranschaulicht der Grid technologischen Anspruch, Innovationskraft und die Transformation zu einer Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen. Rund 8.500 einzeln ansteuerbare LED-Lichtpunkte sorgen für eine dynamische Lichtinszenierung. Insgesamt wurden etwa 138 Tonnen Stahl verbaut, davon rund 40 Tonnen in der CO2-reduzierten greentec steel Edition.

„Die modernisierte voestalpine Stahlwelt macht sichtbar, wofür wir als global tätiger Stahl- und Technologiekonzern stehen: Innovation, Nachhaltigkeit und höchste technologische Kompetenz. Sie zeigt eindrucksvoll unser gesamtes Leistungsspektrum und die Bedeutung unserer Produkte für das tägliche Leben“, sagt Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG.

Umsetzung mit internen und externen Partnern
Die bauliche Umsetzung des Grids erfolgte durch die voestalpine am Standort Krems. Die bis zu 13 Meter hohen Grid-Elemente wurden dort vorgefertigt, nach Linz transportiert und in der Stahlwelt millimetergenau eingebaut – eine logistische und konstruktive Herausforderung. Konzipiert und gestaltet wurde die neue Ausstellung vom international tätigen ATELIER BRÜCKNER aus Stuttgart, das unter anderem für die Tutanchamun-Galerie im Grand Egyptian Museum in Kairo oder das BMW Museum in München verantwortlich zeichnet.

Interaktives Erlebnis für alle Generationen
Durch die Neugestaltung wurde die Flexibilität der Ausstellung deutlich erhöht, Inhalte können künftig schneller aktualisiert und gezielt weiterentwickelt werden. Auf fünf Ebenen werden der Konzern, seine weltweite Präsenz, Innovationen und Zukunftstechnologien, Stahlerzeugung, greentec steel, Weiterverarbeitung, Produkte sowie die Arbeits- und Lebenswelt der voestalpine dargestellt.

„Die neue Stahlwelt verbindet Architektur, Technologie und Inhalte zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Mit dem Grid als zentrales Element ist ein Ausstellungskonzept entstanden, das unsere Themen miteinander vernetzt und Besucherinnen und Besuchern einen interaktiven Zugang zur voestalpine bietet“, sagt Hubert Zajicek, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Steel Division.

Seit der ursprünglichen Eröffnung im Jahr 2009 haben bereits rund 750.000 Menschen die voestalpine Stahlwelt besucht. Die neue Ausstellung kombiniert klassische Inhalte mit moderner digitaler Vermittlung: Besucher:innen erhalten ein Tablet für multimediale Erlebnisse, zudem erklären interaktive Stationen komplexe Themen anschaulich.

Fotos © voestalpine

 

Mehr zum Thema