SCHLIERBACH / KIRCHDORF. Auf der A9 Pyhrnautobahn ist es am Freitag, 3. Juli 2026, kurz nach 10 Uhr im Gemeindegebiet von Schlierbach zu einem größeren Gefahrguteinsatz gekommen. Aus einem slowenischen Sattelkraftfahrzeug war Gefahrgut ausgetreten, die Richtungsfahrbahn Graz musste vollständig gesperrt werden.
Ladung verrutscht – mehrere Gebinde beschädigt
Wie die Polizei mitteilt, hatte der Lkw insgesamt fünf verschiedene Gefahrgutstoffe mit einem Gesamtgewicht von knapp 28 Tonnen geladen. Aufgrund eines Bremsmanövers verrutschte die Ladung, wodurch mehrere Gebinde beschädigt wurden. In der Folge traten rund 40 Liter einer gefahrstoffhaltigen Flüssigkeit aus.
Die Feuerwehr band die ausgetretene Flüssigkeit beziehungsweise verdünnte sie mit Wasser. Laut dem beigezogenen Amtssachverständigen des Amtes der OÖ Landesregierung entstand für die Umwelt kein Schaden.
Großeinsatz und Totalsperre der A9
Nach dem Eintreffen von Polizei und Feuerwehr wurde ein Sicherheitsbereich von rund 160 Metern eingerichtet, die A9 in Fahrtrichtung Graz komplett gesperrt. Rund 50 Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren standen im Einsatz, dazu mehrere Polizeistreifen, die ASFINAG, das Rote Kreuz sowie die ADR-Streife.
Wegen der Totalsperre waren umfangreiche Verkehrslenkungs- und Ableitungsmaßnahmen notwendig. Der Rückstau reichte zeitweise bis zum Knoten Voralpenkreuz, der Verkehr wurde über die B138 umgeleitet.
Mehrere Verstöße gegen Gefahrgutvorschriften
Im Zuge einer umfassenden Kontrolle des Sattelkraftfahrzeuges stellten die Beamten mehrere Übertretungen nach dem Gefahrgutbeförderungsgesetz fest. Dafür wurde eine Sicherheitsleistung eingehoben.
Der Sattelzug wurde schließlich abgeschleppt, die verbliebenen Gefahrgutgebinde von der Feuerwehr umgeladen und abtransportiert. Nach der Reinigung der Fahrbahn konnte die A9 kurz nach 18 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.
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