STEYR-LAND/UNTERLAUSSA. Am Donnerstagnachmittag wurden 11 Feuerwehren aus den Bezirken Steyr-Land und Liezen (Steiermark) zu einem Waldbrand in der Gemeinde Weyer, Ortsteil Unterlaussa, alarmiert. Nach der ersten Erkundung durch die Feuerwehren Unterlaussa und Kleinreifling bestätigte sich der Brandverdacht.
Alarmstufe erhöht – Spezialkräfte angefordert
Aufgrund der Lage wurde die Alarmstufe erhöht und insgesamt 11 Feuerwehren mit rund 150 Männern und Frauen, sowie Hubschrauber, Polizei und Bergrettung zum Einsatz gerufen. Unter den Feuerwehren befanden sich auch mehrere Sondereinheiten, darunter ein Waldbrand-Pickup und speziell ausgebildete Feuerwehr-Flughelfer.
Feuer breitet sich in steiles Gelände aus
Bei der weiteren Erkundung zeigte sich, dass sich der Brand vom gut zugänglichen Bereich in steiles, abschüssiges Gelände ausgebreitet hatte. Die schwierige Topografie erschwerte die Löscharbeiten erheblich. Die Mannschaften mussten teilweise gesichert in das unwegsame Gelände vorrücken, um Glutnester zu erreichen und abzulöschen.
Da die Einsatzkräfte kilometerweit über Forststraßen anrücken mussten, wurde ein Pendelverkehr mit den Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Insgesamt sechs Tankfahrzeuge waren im Einsatz, um ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle zu bringen. Die Brandbekämpfung erfolgte zunächst mit Löschrucksäcken, anschließend wurden HD-Rohre zum Nachlöschen eingesetzt.
Bergrettung sichert Einsatzkräfte im Steilgelände
Parallel zu den Löscharbeiten sicherte die Bergrettung jene Einsatzkräfte, die in das steile Gelände abstiegen, um dort Glutnester zu bekämpfen. Der angeforderte Hubschrauber unterstützte die Bodenmannschaften zusätzlich mit gezielten Löschwasserabwürfen aus der Luft und trug so maßgeblich zur Eindämmung des Feuers bei.
Gegen 23 Uhr war der Brand schließlich soweit unter Kontrolle, dass ein Großteil der Kräfte wieder abrücken konnte. Nachlöscharbeiten und Kontrollen auf mögliche Glutnester dauerten noch an, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Angaben zur Brandursache lagen vorerst nicht vor.
Fotos © BFKDO Steyr-Land.