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Foto © FOTOKERSCHI

Extreme Hitze, Vegetationsbrände, technische Einsätze und zahlreiche Hilfeleistungen: Die vergangenen Sommerwochen haben die Feuerwehren im ganzen Land besonders gefordert. Während viele Menschen den Sommer genießen, standen tausende Feuerwehrmitglieder rund um die Uhr bereit, um Menschen zu helfen, Brände zu bekämpfen und Schäden zu beseitigen. Eine erste Einsatzbilanz zeigt, welches Engagement die Feuerwehren in den vergangenen Wochen erbracht haben.

Sommerbilanz 2026: Mehr als 8.600 Einsätze
Im Zeitraum Juni bis Juli 2026 verzeichneten die Feuerwehren landesweit 8.604 Einsätze. Darunter waren 1.844 Brandeinsätze – 42 davon bei landwirtschaftlichen Objekten – sowie 6.760 technische Einsätze. Insgesamt waren 59.497 Feuerwehrmitglieder im Einsatz, 810 Feuerwehren – rund 90 Prozent aller Wehren – leisteten dabei 118.228 Einsatzstunden. Die anhaltende Hitze führte zu erhöhter Wald- und Flurbrandgefahr, zugleich hielten zahlreiche Gebäudebrände die Einsatzkräfte auf Trab.

Für Landeshauptmann Thomas Stelzer unterstreicht die Bilanz einmal mehr die Bedeutung des Ehrenamts: Die Feuerwehrfrauen und -männer übernähmen mit großer Selbstverständlichkeit Verantwortung und leisteten Hilfe unter oft herausfordernden Bedingungen. Auch Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger betont den Einsatz rund um die Uhr – an Wochenenden, Feiertagen und sogar im Urlaub – und spricht den Kameradinnen und Kameraden höchsten Dank und Anerkennung aus.

Land und Feuerwehr ziehen an einem Strang
Das Land Oberösterreich sieht sich in der Pflicht, die Feuerwehren bestmöglich zu unterstützen. Angesichts von Extremwetterereignissen, neuen technischen Anforderungen und immer komplexeren Einsatzlagen setzt das Land auf moderne Infrastruktur und zukunftsorientierte Investitionen. Ein zentraler Baustein ist das kürzlich präsentierte neue Feuerwehrzentrum, das Ausbildung, Weiterbildung und Einsatzvorbereitung stärken und die Leistungsfähigkeit der Wehren langfristig absichern soll.

Landes-Feuerwehrkommandant Robert Mayer verweist auf die steigenden Anforderungen im Feuerwehrdienst: Viele Einsätze verlangten körperliche Höchstleistungen, technisches Spezialwissen und große psychische Belastbarkeit. Gerade bei langen Einsätzen, schweren Verkehrsunfällen oder Bränden, bei denen Existenzen vernichtet werden, stoßen Menschen und Material an ihre Grenzen. Umso größer sei der Stolz auf den Zusammenhalt und die Professionalität der Feuerwehren – ohne die vielen Freiwilligen wäre das hohe Sicherheitsniveau im Land nicht zu halten.

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