• BEZIRK: ST. FLORIAN, OÖ
Foto © FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR

ST. FLORIAN / OÖ. Eine heftige Unwetterfront hat am Freitagabend nahezu ganz Oberösterreich erfasst und zahlreiche Einsätze der Feuerwehren ausgelöst. Innerhalb weniger Stunden mussten die Einsatzkräfte auf unzählige Notrufe reagieren. Nach Angaben des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes waren rund 130 Feuerwehren mit etwa 2.500 Einsatzkräften bei etwa 220 Einsätzen gefordert. Besonders betroffen waren die Bezirke Braunau, Grieskirchen, Ried und Schärding. Schwerpunkte lagen unter anderem in Kallham, Andorf und Neumarkt im Hausruckkreis.

Sturm, Starkregen und Überflutungen
Die Unwetterfront brachte starke Regenfälle und heftige Sturmböen mit sich. In Neumarkt im Hausruckkreis fielen innerhalb von nur 15 Minuten rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter. In Wolfsegg am Hausruck wurde eine Windböe mit 107 km/h gemessen. Etwa die Hälfte der Einsätze entfiel auf Sturmschäden, die andere Hälfte auf Überflutungen. Bäume blockierten Verkehrswege oder stürzten auf Gebäude, Dächer mussten gesichert sowie Keller und Straßen ausgepumpt werden.

Einsätze auch im Bezirk Linz-Land
Auch im Bezirk Linz-Land kam es zu Schäden: Die Freiwillige Feuerwehr Bruck-Hausleiten rückte in St. Florian zu einem Sturmschaden aus, nachdem ein umgestürzter Baum unter anderem einen Zaun beschädigt hatte. Die Feuerwehr zerkleinerte den Baum mit Motorsägen und beseitigte die Gefahrenstelle.

Menschenrettung am Wolfgangsee
Eine besonders herausfordernde Situation stellte eine Menschenrettung am Wolfgangsee dar. Aufgrund des Sturms war die Rettung zunächst nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die betroffene Person konnte schließlich von Einsatzkräften aus Salzburg gerettet werden.

Wegen des erhöhten Notrufaufkommens wurde auch die Landeswarnzentrale in Linz personell verstärkt, zusätzlich standen weitere Arbeitsplätze für die Notrufannahme zur Verfügung.

 

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