• BEZIRK: KRONSTORF, LINZ, OÖ
Foto © Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf

KRONSTORF / LINZ / OÖ. Rund 400 Menschen haben am 11. September in Linz bei der Kundgebung „Aus Kronstorf lernen“ ein deutliches Zeichen gegen das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf gesetzt. Parallel zum Ars Electronica Festival protestierten die Teilnehmer*innen gegen aus ihrer Sicht massive Folgen für Wasser, Boden, Ernährungssouveränität und demokratische Mitsprache. Laut Veranstaltern unterstützen inzwischen mehr als 58.000 Menschen die Forderungen der Initiative.

Im Mittelpunkt der Kritik stand das vom Land Oberösterreich forcierte Großprojekt. Christina Gruber von der Bürger:innen Initiative Rechenzentrum Kronstorf moderierte die Veranstaltung. Dieter Wallentin von der Steyrer Klimainitiative „Da Huat brennt! “ sagte: „Was uns das Land Oberösterreich mit Kronstorf hier präsentiert, ist kein Geschenk.“ Er verwies auch auf die aus seiner Sicht schwache Jobbilanz: „Es werden tatsächlich 50 bis 100 Arbeitsplätze geschaffen – das ist die Realität, das sind 1–2 Angestellte pro versiegeltem Hektar – das ist eine ernüchternde Bilanz.“

Auch Wasser und Ernährungssicherheit waren Thema. Eine Sprecherin  der Plattform „Guter Grund“ sagte: „Österreich galt jahrelang als Insel der Seligen, was die Versorgung mit Wasser betrifft.“ Und weiter: „Daten kann man nicht trinken, sie schützen uns nicht vorm Verdursten, sie bewässern nicht unsere Böden, die wir für die Lebensmittelsouveränität benötigen.“

Die Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf kündigte an, den politischen Druck erhöhen zu wollen. Ein Gespräch mit Landesrat Markus Achleitner soll bereits fixiert sein, eine Petition an den Nationalrat soll sich in der Endphase befinden.

Fotos © Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf

 

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