STEYR. Gefährliche Situation Mittwoch, 29. Juli bei der Kruglwehr in der Steyr. Ein Schlauchboot war in der Fahrrinne in der Mitte der Wehr unterwegs und blieb im Kehrwasser hängen, das sich in einer Kreiselbewegung wieder zurück zu der Wehr dreht ...

Durch die Kraft des Rücklaufes konnten sich die beiden Männer nicht mehr aus ihrer gefährlichen Lage befreien und mussten immer wieder Wasser aus dem Boot schöpfen.

Ein Augenzeuge sah dies und verständigte gegen 16 Uhr die Rettungskräfte in Steyr. Als erster am Einsatzort war Dietmar Ramsner, ehrenamtlicher Landesreferent für Wildwasser bei der Österreichischen Wasserrettung. Mit zwei Badegästen konnte sich Ramsner von der Seite im Wasser soweit dem Schlauchboot nähern, dass den Wurfsack, den er immer im Auto hat, auswerfen konnte. Nachdem die beiden knapp 30-Jährigen im Schlauboot den Wurfsack sicher gepackt hatten, zogen die drei Retter am anderen Seilende das Schlauchboot aus dem Rücklauf, indem sie sich von der Strömung flussabwärts treiben ließen.

Die beiden jungen Männer im Schlauboot blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. Ihre Schlauchbootfahrt war nicht ungefährlich. Besonders bei künstlichen Staustufen und Wehranlagen kann sich direkt nach einem Wasserfall eine sogenannte Wasserwalze bilden. Durch starke Rückströmungen, sogenannte Kehrwässer, werden Personen immer wieder in den Gefahrenbereich gezogen und können sich daraus selbst fast nicht mehr befreien. "Bei stärkerer Strömung werden die Opfer wie in einer Waschmaschine immer wieder im Kreis unter Wasser gedrückt, zusätzlich ist der Auftrieb im Weißwasser durch die darin vermischte Luft stark verringert. Auch Ersthelfer, die ungesichert zu einem Verunglückten ins Wasser springen, erleiden unweigerlich das gleiche Schicksal. Daher gilt es, bei Wehranlagen besondere Vorsicht walten zu lassen und unbedingt örtliche Bade- und Betretungsverbote zu befolgen", erklärt Dietmar Ramsner.