STEYR. Brandalarm in einem Mehrparteienhaus im Stadtteil Ennsleite. Am 9. Mai 2021 kurz vor Mitternacht wurden die Löschzüge 1 (Innere Stadt) und 4 (Christkindl) zu einem vermuteten Brand am Dach eines Wohnhauses alarmiert ...

Bereits während der Anfahrt wurde über Funk die Aufstellfläche der ersteintreffenden Tanklöschfahrzeuge abgestimmt, um Platz für die Teleskopmastbühne freizuhalten.

Kurz vor dem Eintreffen konnte schon starker Brandgeruch wahrgenommen werden, am Einsatzort bestätigte sich schließlich der Verdacht. Der Dachstuhl stand bereits Großteiles in Brand, so dass sich auch schon ein großes Loch in die Dacheindeckung gebrannt hat.

Es wurden sofort zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in die oberen Stockwerke beordert. Ein Trupp kümmerte sich um die Evakuierung der oberen Etagen, der andere leitete die Brandbekämpfung ein. Dank der im Gebäude vorhandenen Steigleitung konnte die Löschleitung rasch bis zum 5. OG aufgebaut werden.

Zwischenzeitlich wurde die Teleskopmastbühne in Stellung gebracht, um auch von außen Maßnahmen setzen zu können. Nachdem der Brand abgelöscht war, wurde vom Korb der TMB mittels Wärmebildkamera die Außenhaut des Daches kontrolliert. Auch von innen wurde die Dachkonstruktion auf weitere Glutnester abgesucht. Nach kleineren Nachlöscharbeiten konnte endgültig „Brand Aus“ gegeben werden.

Nur durch die zeitnahe Alarmierung sowie das rasche und umsichtige Handeln der Einsatzkräfte konnte ein größerer Sachschaden bzw. Großbrand verhindert werden. So waren auch zu keiner Zeit Personen in Gefahr.

Die Feuerwehr Steyr war mit 32 Mann und 8 Fahrzeugen im Einsatz.

Bei diesem Einsatz hat sich wieder gezeigt: Wir brauchen Platz zum Helfen!

Darum appellieren wir an Sie: Achten Sie in den schmalen Straßenzügen darauf, dass zwischen geparkten Autos ausreichend Platz für Einsatzfahrzeuge bleibt. Besonders in Bereichen wie Kreuzungen oder Kurven dürfen PKWs nur auf die dafür vorgesehenen Parkflächen abgestellt werden. Das Manövrieren durch, beziehungsweise das Umfahren von Engstellen kostet bei der Anfahrt zum Einsatzort wertvolle Zeit, die im Extremfall lebenswichtig sein kann!

Fotos © FF Steyr/LZ1