• BEZIRK: BEHAMBERG, STEYR
Oben: Karl Schmidinger auf seiner Honda CBR 500. Foto © Erich Müllegger

SPIELBERG / BEHAMBERG / STEYR. Am 1. und 2. August 2026 wurde der Red Bull Ring einmal mehr zum Mekka für Zweiradfans. Bei der 23. Auflage des Rupert Hollaus-Rennens – den legendären Racing Days – ging es ordentlich zur Sache: Rund 360 Fahrerinnen und Fahrer aus zehn Nationen brachten die Rennstrecke zum Beben. In 14 Klassen war alles am Start, was das Motorsport-Herz begehrt – von 100 Jahre alten Raritäten über heiße Youngtimer bis hin zu modernen Supersportlern und spektakulären Seitenwagen-Gespannen. Und das Beste für die Zuschauer: Im Fahrerlager durfte man den Piloten und ihren Maschinen ganz nah kommen.

Waldneukirchner Karl Schmidinger feiert 500 ccm Klassensieg
Ein echtes Highlight gab es für die Fans aus Waldneukirchen zu feiern: Karl Schmidinger sicherte sich auf seiner Honda CBR 500 den Sieg in der Klasse bis 500 ccm. In einem stark besetzten Feld behielt er die Nerven und fuhr einen viel umjubelten Klassensieg ein.

Doch damit nicht genug: Auch in der Gleichmäßigkeitsprüfung bewies Schmidinger absolutes Fingerspitzengefühl. Neben Speed überzeugte er hier mit Konstanz und holte sich den hervorragenden zweiten Platz. Ein sensationeller Doppel-Erfolg, der zeigt, dass der Waldneukirchner nicht nur schnell, sondern auch mit der feinen Klinge fährt.

Ein emotionaler Abschied: Das Ende einer Ära für die IGFC
Für den veranstaltenden Verein IG Formel Classic (IGFC) aus Behamberg und dessen Obmann – die Rennsport-Legende Wolfgang Stropek – war dieses Wochenende allerdings auch mit ein bisschen Wehmut verbunden. Nach 23 Rupert Hollaus-Rennen und rund 80 organisierten Events zieht Stropek aus gesundheitlichen und Altersgründen einen Schlussstrich unter seine Zeit als Macher im Hintergrund.
 
Bei der abschließenden Siegerehrung gab es für das jahrzehntelange Herzblut der IGFC-Crew stehende Ovationen und jede Menge Applaus. Stropek nutzte den Moment für ein emotionales Danke:
 
„Mein Team und ich danken allen Teilnehmern, Fans und Wegbegleitern für ihre Freundschaft, die treue Teilnahme und ihren zahlreichen Besuch über so viele Jahre hinweg.“
 
Ganz verstummen sollen die historischen Motoren am Spielberg aber nicht. Stropek verhandelt bereits mit potenziellen Nachfolgern, damit die Renntradition im Gedenken an Rupert Hollaus weiterleben kann und die Fans diesen einzigartigen Sound auch in Zukunft am Red Bull Ring genießen dürfen.
 
 

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