PERG / OÖ. Der Tscheche Adam Brezik hat die SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor souverän gewonnen. Hinter dem Skoda-Piloten entwickelte sich beim Mühlviertler Sommerfest der Rallyeszene jedoch ein packender Kampf um die Podestplätze, aus dem sich Lokalmatador Martin „Rossi“ Rossgatterer noch auf Rang drei schob.
Vor einer eindrucksvollen Zuschauerkulisse und bei hochsommerlichen Bedingungen feierte die Mühlstein Rallye ihr gelungenes Comeback. So viele Fans wie noch nie säumten die selektiven Sonderprüfungen und sorgten auch im Servicepark für Volksfeststimmung.
An der Spitze ließ Brezik gemeinsam mit Copilot Zdenek Belak im Skoda Fabia RS Rally2 nichts anbrennen. Der Favorit nutzte die Rallye gezielt als Generalprobe für seinen nächsten internationalen Einsatz: „Ich konnte mich hier optimal auf den Europameisterschaftslauf nächste Woche, auf die Barum Rallye vorbereiten.“
Bis zur fünften Sonderprüfung lag zunächst der Niederösterreicher Christoph Zellhofer mit Co-Pilotin Anna Maria Seidl auf einem starken zweiten Platz. Nach längerer Pause wieder in einem Rally2-Boliden unterwegs, kam er gut zurecht, ehe ihn auf dem ersten Rundkurs Tragwein–Schwertberg ein Reifenschaden weit zurückwarf. Zellhofer haderte zwar mit dem Pech, zeigte sich aber vom Event beeindruckt: „Es waren sehr viele Zuschauer an den Strecken, da ist das Gefühl im Cockpit gleich noch besser. Die Prüfungen waren schnell aber auch sehr anspruchsvoll.“
Von Zellhofers Rückfall profitierte Peter Hopf, der gemeinsam mit Copilot Stefan Heiland auf Rang zwei vorrückte. Auch er betonte die Herausforderung der Mühlstein-Prüfungen: „Vor allem der Rundkurs am Schluss war extrem schwierig. So viel heraus gecutteter Schotter - da musste man höllisch aufpassen.“ Hopf holte damit nicht nur den Gesamtzweiten, sondern später auch den klaren Sieg in der Austrian Rallye Trophy (ART 1) für Allrad-Fahrzeuge.
Spannender Showdown um Platz drei
Hinter Brezik und Hopf entwickelte sich ein enger Dreikampf um den letzten Podestplatz. Max Zellhofer schien diesen im Suzuki Swift Proto bereits abgesichert zu haben, hielt die „Jungen Wilden“ Martin Rossgatterer und Roland Stengg zunächst klar in Schach, ehe ein Leistungsverlust seine Chancen zunichtemachte.
Nutznießer war Lokalmatador Martin „Rossi“ Rossgatterer, der sich mit Beifahrer Andreas Thauerböck im Renault Clio Rally3 am Ende durchsetzte und den dritten Gesamtrang fixierte. Der Deutsche Florian Auer, erstmals in einem Rally3-Boliden unterwegs, steigerte sich im Verlauf des Nachmittags deutlich und belegte knapp dahinter Rang vier. Er konnte damit auch Roland Stengg noch um wenige Sekunden auf Distanz halten.
In der stark besetzten Rally4-Klasse setzte sich Lukas Dirnberger im direkten Duell gegen den tschechischen Gaststarter Tomas Vecerka klar durch und holte den Klassensieg.



