GRAZ.Von Donnerstag bis Sonntag wurden die nationalen Titel im Schwimmen in der Grazer Auster vergeben. Der Askö Schwimmclub Steyr mischte wieder ganz vorne mit. Kraulspezialist Alexander Trampitsch sicherte sich Gold über 400 m Freistil ...

in 3,47,77 min. und 200 m Freistil in 1,45,74 min. Über 50 m Freistil musste er sich in 22,19 sek. mit dem vierten Platz begnügen. Mit der Zeit in der 4 x 50 m Freistilstaffel, mit seinen Trainingskollegen Miglbauer, Steffan und Dietrich, hätte er auch hier den Staatsmeistertitel geholt. In der 4 x 50 m Lagenstaffel lieferten sich die Vier Olympiazentrumsschwimmer Miglbauer, Dietrich, Steffan und Trampitsch ein erbittertes Rennen mit

den Innsbruckern. Zum Schluss musste sich die Steyrer Staffel den Tirolern nur hauchdünn, mit 27
Hunderstelsekunden geschlagen geben. Vizetitel für Steyr in beiden Rennen.

Zu einem wahren Krimi entpuppten sich die 100 m Freistil, wo er als Rekordhalter an den Start ging.
Mit einem gelassenen Vorlauf in 50,20 sek. zog Alexander als Fünfter ins Finale ein. Dort ging es bis
auf die letzten Meter, gegen den Spittaler Heiko Gigler um den neuen Rekord. In 47,47 sek. war
dieser auch unterboten, jedoch konnte Gigler um eine Zehntel Sekunde vor Alexander anschlagen
und fixierte so den Titel und die neue Rekordzeit. „Beim nächsten Rennen, hole ich mir die schnellste
Zeit Österreichs zurück. Ich bin froh, so starke Konkurrenz im eigenen Land zu haben, das spornt
an!“, zeigte sich Trampitsch keine Sekunde reumütig.

Steffan ist Lagenmeister
Sebastian Steffan zeigte sein Können über mehrere Distanzen. Vizestaatsmeister über 400 m Lagen
und 200 m Freistil, sowie Bronze über 400 m Freistil spornten ihn an im 200 m Lagenfinale an seine
Grenzen zu gehen. In 1,57,92 fixierte er nicht nur neue persönliche Bestzeit, sondern schwamm zum
wohlverdienten Staatsmeistertitel. 200 m Schmetterling, 50 m Rücken und 50 m Brust
komplementierten sein Programm, wobei er sich immer unter den Top 10 befand. „Es ist ein gutes
Gefühl, wieder vorne mit dabei zu sein und über die Königsdisziplin, den Lagen, der beste
Österreicher zu sein!“, freute sich Sebastian über die erfolgreiche Meisterschaft.

Johannes Dietrich ist Vizestaatsmeister
In den Brustrennen, ging es für den Spezialisten darum, die doch um einiges jüngere Konkurrenz in
Schach zu halten. Dies gelang ihm hervorragend über 50, 100 und 200 m Brust. Um so länger die
Distanz umso besser die Platzierung. Rang 5 über 50 m, Bronze über 100 m und Vizestaatsmeister
über die 200 m Brust. „Was mich besonders freut ist, dass ich ebenso über die 50 m Freistil in der
Staffel unter 23 Sekunden bleiben konnte!“, so der Routinier Dietrich.
Marvin Miglbauer konnte über die Einzelrennen diesmal keine Medaillen in der Allgemeinen Klasse
ergattern, was jedoch für seine 17 Jahre kein Malheur ist. In der Juniorenklasse holte er souverän
den Titel über 200 m Rücken und Bronze über 100 m Rücken, 100 m und 200 m Lagen. „Nach den
Kurzbahneuropameisterschaften in Glasgow, ist nun doch mal die Luft etwas raus. Großes Ziel ist ja
die Jugendeuropameisterschaft im Sommer, auf die ich mich konzentriere!“, kommentierte der junge
St. Ulricher.

Dass es im Juniorenbereich auch mit wenig Training zu Medaillen reicht, bewies der Technikspezialist
Felix Preisinger. Felix, der mit ungefähr der Hälfte des Trainingspensums von
Leistungszentrumsschwimmern im Heimverein mit Cheftrainer Nicolas Delvigne, hervorragende
Arbeit leistet, schwamm zu Silber über 200 m Freistil und Bronze über 200 m Schmetterling im
Juniorenbewerb.

Bei den Damen zeigte Julia Pühringer groß auf, und verbesserte nahezu alle ihre Bestzeiten und
konnte somit auch über 200 m Rücken in das B-Finale der „Großen“ einziehen. Top Ten Platzierungen
in der Juniorenwertung zeigten ihr Talent über die Rückenstrecken. Ebenso Julian Mittermayr und
Niklas Hockl, ihre Vereinskollegen blieben unter ihren alten Bestmarken. Bei den Newcomern, den
ganz jungen, zeigte Steyr seine Vormachtsstellung in der Ausbildung junger SchwimmerInnen.
Fischer, Grill, Kaym und Maresch platzierten sich von 3 bis 6 in Österreich. „Dass im Verein, sowie im
Leistungszentrum hervorragende Arbeit geleistet wird, bewiesen wiedereinmal die diesjährigen
Kurzbahnmeisterschaften, zeigte sich Sportleiter Jürgen Unger-Ellmaier überglücklich.