Am ersten Wochenende des neuen Jahres begann mit der Jännerrallye die österreichische Rallye Staatsmeisterschaft. Mit dabei auch der junge Sittendorfer Luca Pröglhöf mit seinem Copiloten Peter Medinger aus Steyr im bewährten Ford Fiesta ST, mit dem bereits im Vorjahr ...


erste Erfolge eingefahren werden konnten.
Bereits zum Shakedown kamen viele Fans und am 1. Rallyetag waren
es über 100.000 Motorsportbegeisterte, die entlang der Strecken auf
die Akteure warteten.

Die Straßen waren vorerst trocken, trotzdem wurde am Ford Fiesta ST
Spikereifen aufgezogen. Dass die Jännerrallye immer Überraschungen
parat hat, wissen Beifahrer und Mentoren aus Erfahrung. Daher weiter
Spikes und zu Mittag befand sich das Team in der Ergebnisliste am 5.
Platz in der 2WD Wertung. Nun war taktieren angesagt und entgegen
den Empfehlungen hat sich das Team für die erste Nachmittagsschleife
für Slick-Reifen entschieden. Der Plan ging auf und prompt fuhr

Pröglhöf die drittschnellste 2WD Zeit. Leider wurde die nächste
Sonderprüfung wegen einem Unfall unterbrochen, was unter anderem
genau Pröglhöf/Medinger betraf – so konnten sie die Sonderprüfung
nicht im Renntempo absolvieren. Wiedereinsetzender Schneefall
machte dann schnell klar, dass wieder eine neue Taktik her muss. Mit
Platz 3 ging es in die verdiente Nachtruhe.

Am Sonntag erwarteten eis- und schneebedeckte Straßen die
Teilnehmer. Endlich die Bedingungen, die sich jeder wünscht, der die
„Jänner“ fährt. Auch Pröglhöf war gewappnet und ließ die schmalen
Pirelli-Spikereifen montieren. Eine goldrichtige Entscheidung: 2WD
Bestzeit auf der ersten Sonntagsprüfung. Auch auf der folgenden SP
fehlen nur 0,6 Sekunden auf die Bestzeit. Der Reifenpoker ging weiter.

Auf der nächsten Sonderprüfung war es gerade andersherum und das
Team verlor 20 Sekunden, aber dann gings wieder aufwärts.
Durch einen Ausritt des Führenden fiel dieser weit zurück und
Pröglhöf/Medinger fanden sich am 2. Platz wieder. Bei der
Sonderprüfung Powerstage wurde Tempo rausgenommen, um nichts
mehr zu riskieren. Leider ein bisschen zu viel, denn dadurch wurde ein
Powerstage-Punkt verspielt.

In Summe ist das Pröglhöf Racing Team mit dem 2. Platz in der
österreichischen 2WD Wertung bei dieser ausgesprochen schwierigen
Rallye mehr als zufrieden und kann 18 Meisterschaftspunkte auf
seinem Konto gutschreiben.

„Ich kenne schon viele Geschichten von der Jännerrallye – heuer
durfte ich erstmals selbst erleben, wie schwierig diese Rallye ist.
Wechselnde Bedingungen von trocken bis extrem glatt machen die
Reifenentscheidung sehr schwer und man muss hoch pokern, um
gewinnen zu können, oder aber auch zu verlieren. Auf unserem
Ergebnis können wir definitiv aufbauen. Großes Lob an den
Veranstalter – was hier speziell den Fans geboten wird, ist großartig.“
erzählte Pröglhöf.

„Die Jännerrallye ist immer etwas Besonderes. Ich war hier zum 8. Mal
am Start – dennoch wurde es nicht langweilig. Wie immer schwierige
Reifenentscheidungen und teils extrem rutschige Straßen machten es
auch heuer wieder extrem anspruchsvoll auf der Strecke zu bleiben.
Luca hat das erneut mit Bravour gemeistert und auch das Auto blieb
„faltenfrei“ – so kann es gerne weitergehen.“, berichtet Medinger