Foto © FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR

LINZ-LAND. Die Firma HAKA Küche in Traun (Bezirk Linz-Land) ist insolvent und hat beim Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Bei Verbindlichkeiten von 11,4 Millionen Euro und Aktiva von 2,14 Millionen, handelt es sich um die drittgrößte Insolvenz des Jahres 2025. Das Unternehmen, das 1930 als kleine Tischlerei gegründet wurde, entwickelte sich zu einem führenden Hersteller von maßgefertigten Einbauküchen. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten soll HAKA Küche weitergeführt werden. Das Sanierungsverfahren wurde bereits eröffnet, um eine mögliche Rettung zu ermöglichen, während der Kreditschutzverband von 1870 die Situation überwacht.

Die finanziellen Probleme betreffen 158 Mitarbeiter und 120 Gläubiger. Die Insolvenz wird hauptsächlich auf die fehlerhafte Übernahme eines Badmöbelherstellers sowie auf das zurückhaltende Konsumverhalten der Kunden zurückgeführt. Ein Liquiditätsplan wurde erstellt, der den betroffenen Gläubigern eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren verspricht. Zudem sollen die Lieferungen von Küchen weiterhin termingerecht erfolgen, wobei bestehende Verträge aufrecht bleiben.

Die Arbeiterkammer hat klar gestellt, dass die Gehälter für Juli nicht mehr ausbezahlt wurden und rät den Angestellten, Ruhe zu bewahren und sich fachlich beraten zu lassen. Eine Betriebsversammlung ist geplant, um weitere Schritte zu besprechen. Kunden wird empfohlen, ausstehende Zahlungen erst nach mangelfreier Lieferung zu leisten und nur lagernde Produkte zu kaufen.

 

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