Bildquelle: Initiative Ja! zum Grüngürtel

LINZ. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am Samstagnachmittag in Linz gegen die geplante Rodung von Bäumen im Zuge des Baus der A26 demonstriert. Der Protestmarsch startete am Bahnhofsvorplatz und führte über die Innenstadt. Organisiert wurde die Kundgebung unter anderem von der Bürgerinitiative „Ja! zum Grüngürtel“, weitere Initiativen aus den betroffenen Stadtteilen schlossen sich an.

Hintergrund der Demonstration sind angekündigte Fällarbeiten im Bergschlösslpark und angrenzenden Bereichen. Laut Asfinag sollen in den kommenden Wochen rund 240 Bäume entfernt werden, um Platz für den Freinbergtunnel und weitere Abschnitte der A26 zu schaffen. Die Initiative kritisiert, der Bau führe zu massiven Eingriffen in bestehende Grünräume.

Politische Unterstützung erhielten die Aktivistinnen und Aktivisten von Vertreterinnen und Vertretern der Grünen, LinzPlus, KPÖ und Ahoi Linz. Diese hatten bereits einen Dringlichkeitsantrag zum Stopp der Fällungen im Gemeinderat eingebracht, der jedoch abgelehnt wurde. Auch eine von der Initiative „Ja! zum Grüngürtel“ im April eingereichte Volksbefragung mit über 7.000 Unterschriften fand bislang keine Umsetzung. Die Initiativen werfen der Stadt vor, den Vorstoß auf rechtlicher Ebene zu blockieren.

Bürgerinitiativen vor Ort befürchten eine Verschlechterung der Lebensqualität durch den Verlust an Naherholungsflächen. Vertreter der Initiative Froschberg und der Initiative „Ja! zum Grüngürtel“ äußerten sich am Rande der Demonstration erneut kritisch. Auch die Finanzierung des Großprojekts bleibt umstritten: Die A26 zählt mit Kosten von rund 1,2 Milliarden Euro zu den teuersten Autobahnvorhaben Österreichs. Stadt und Land Oberösterreich sind an der Mitfinanzierung beteiligt.

Die Asfinag verweist in bisher veröffentlichten Stellungnahmen auf die verkehrspolitische Bedeutung des Projekts und auf behördlich genehmigte Verfahren. Wie es mit dem Zeitplan für die Rodungen und den Baufortschritt weitergeht, wird in den kommenden Wochen Thema weiterer politischer Debatten bleiben.

Bildquelle: Initiative Ja! zum Grüngürtel

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