Eine vom IFES-Institut im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich durchgeführte Befragung zeigt: Nur mehr vier von zehn AK-Mitgliedern in der Stadt Steyr sowie in den Bezirken Steyr-Land und Kirchdorf, also weniger als die Hälfte, sind mit unserem Gesundheitssystem zufrieden.

STEYR. Dazu kommt: 64 Prozent der AK-Mitglieder aus der Stadt Steyr sowie den Bezirken Steyr-Land und Kirchdorf fühlen sich durch das lange Warten auf einen Termin bei einer Fachärztin oder einem Facharzt, für eine MRT-Untersuchung oder für eine Operation stark oder sehr stark betroffen. Besorgniserregend ist auch, dass sich weitere 61 Prozent der Befragten stark oder sehr stark davon betroffen fühlen, keinen Termin zu bekommen, weil keine neuen Patient:innen aufgenommen werden.

Besonders lange sind in Steyr sowie Steyr-Land und Kirchdorf die Wartezeiten für operative Eingriffe und auf Termine bei einem Hautarzt oder einer Hautärztin. Auf Operationen warteten 47 Prozent der Befragten länger als drei Monate, 43 Prozent mussten mindestens ebenso lange auf eine dermatologische Untersuchung warten.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert eine gerechte und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf. Angesichts der zunehmenden Kommerzialisierung im Gesundheitsbereich pocht die AK auf die rasche Besetzung offener Kassenstellen und den Ausbau der kassenärztlichen Versorgung. Die wachsende Abhängigkeit von Wahlärzten und Privatversicherungen müsse gestoppt werden. Zudem fordert die AK deutlich kürzere Wartezeiten und eine faire, transparente Terminvergabe für geplante Operationen.

 

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