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GUSEN/PERG. Im Informationszentrum Gusen wurde das umfassende Projekt zur Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Gusen der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben Innenminister Gerhard Karner nahmen auch Wirtschafts- und Tourismusminister Wolfgang Hattmannsdorfer sowie Landeshauptmann Thomas Stelzer an der Präsentation teil. Die Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Barbara Glück, präsentierte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Architekturbüros querkraft und der Burghauptmannschaft Österreich die zukünftigen Pläne für diesen historisch bedeutsamen Ort.

Zwischen 1940 und 1945 waren im Konzentrationslager Gusen etwa 71.000 Menschen aus fast 30 Nationen interniert – viele von ihnen wurden Opfer des NS-Terrors. Das Gelände soll nun als internationaler Erinnerungs- und Bildungsort weiterentwickelt werden. Ziel ist es, kürzlich erworbene Flächen in das bestehende Areal zu integrieren und die bauliche wie landschaftliche Neugestaltung so zu planen, dass sie Raum für Gedenken, Bildung und Forschung bietet.

Seit September 2024 läuft ein EU-weiter, zweistufiger Realisierungswettbewerb zur Gestaltung des Geländes. Acht Entwürfe wurden bereits in einer ersten Jurysitzung ausgewählt und befinden sich nun in der finalen Bewertungsphase. Bereits 2021 und 2022 hatte die Republik Österreich Grundstücke im Bereich des ehemaligen Lagers angekauft und in einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit lokalen, nationalen und internationalen Opferverbänden sowie Interessensgruppen intensiv zusammengearbeitet.

Die Gedenkstätte Gusen soll damit nicht nur ein Ort des Erinnerns, sondern auch der aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte werden – ein wichtiger Schritt im Umgang mit dem Erbe der NS-Verbrechen.

Quelle: www.fotokerschi.at 

 

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