Foto © E-STEYR.COM

STEYR / OÖ. Im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) am 17. Nov. 2025 wurde u.a. das Thema der Einschränkungen des OP- Betriebes am Kepler Universitätsklinikum als Folge des Personalmangels im Bereich der Anästhesie sowie der OP-Pflege diskutiert. Die Geschäftsführung der OÖG informierte den Aufsichtsrat weiters, dass am Standort Steyr infolge der äußerst angespannten Personalsituation bei Anästhesie-ÄrztInnen sowie Pflegepersonal ab dem Jahreswechsel mit einer Einschränkung bei den OP-Kapazitäten zu rechnen ist.

Die Geschäftsführung wurde daraufhin aufgefordert, die Unvermeidbarkeit dieser Maßnahme zu erläutern und dazu einen konkreten Maßnahmenplan im Rahmen der kommenden Aufsichtsratssitzung am Montag, 15.12.2025, vorzulegen, um die Verschiebungen für die betroffenen Patientinnen und Patienten möglichst gering zu halten.

Die aktuelle Lage gibt Anlass zur Sorge: Im Kepler Uniklinikum fallen jeden Monat rund 150 Eingriffe aus. In Steyr können ab Jänner wöchentlich etwa zwanzig Operationen weniger durchgeführt werden. Dadurch steigen für Patientinnen und Patienten die Risiken, eingeschränkte Heilungschancen sind zu erwarten.

Der Steyrer Bürgermeister Markus Vogl fordert die schwarz-blaue Landeskoalition, insbesondere Gesundheitslandesrätin LH-Stv. Haberlander zum Handeln auf: „Während die Krankenanstaltenbeiträge für die Gemeinden weiter steigen, werden die Leistungen für die Bevölkerung immer weiter reduziert,“ so Vogl. „Die Steyrerinnen und Steyrer und alle Menschen in OÖ haben ein funktionierendes Gesundheitssystem verdient, das ihnen Sicherheit gibt und nicht immer weiter ausgedünnt wird!“, so der Bürgermeister.

Wer bei der Gesundheit kürzt, lässt Menschen länger leiden
„Wer bei der Gesundheitsversorgung kürzt, entscheidet sich bewusst dafür, dass Menschen länger leiden. Das trifft auch das Personal, das seit Langem am Limit arbeitet“, betont Sabine Engleitner-Neu, SP-Klubvorsitzende und stellvertretende Bezirksparteivorsitzende der SPÖ Steyr, „verzögerte Operationen bedeuten mehr Schmerzen für Betroffene und immer mehr Verantwortung für Beschäftigte, die allein gelassen werden.“

Mehr zum Thema