OÖ. Oberösterreich setzt mit der Reform des Krisen- und Katastrophenmanagements einen bundesweiten Standard. Ziel ist ein leistungsfähiges, digitales und koordiniertes System, das auf Hochwasser, Extremwetter, Energieausfälle, Cyberangriffe oder geopolitische Spannungen optimal vorbereitet ist.
Kernpunkte der Reform
Kernpunkte der Reform sind die Zusammenführung bisher getrennter Führungsstrukturen, der Aufbau eines digitalen Landeslagezentrums mit Echtzeitinformationen sowie professionell geschulte Einsatzteams. Landeshauptmann Thomas Stelzer betont: „Mit dem neuen Krisen- und Katastrophenmanagement schaffen wir moderne Strukturen, ein digitales Lagezentrum und professionelle Einsatzteams, um Menschen im Ernstfall schneller Hilfe zu leisten.“
Stärkung von Bezirken und Gemeinden
Auch die Bezirke und Gemeinden werden gestärkt, indem Abläufe standardisiert, Servicedienste verbessert und die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Rettung, Polizei und Bundesheer intensiviert werden. Landesrätin Michaela Langer-Weninger ergänzt: „Schnell, effizient und abgestimmt zu handeln ist entscheidend. Gemeinsam stärken wir die Sicherheit unseres Landes – für das Heute und das Morgen.“
Umsetzungsplan der Reform
Die Umsetzung erfolgt in mehreren Phasen: 2026 werden Konzepte für Organisation, Personal, Digitalisierung und rechtliche Rahmenbedingungen entwickelt, 2027 folgt der Aufbau der neuen Einheit und des Lagezentrums. Bereits während der Umsetzung sollen Verbesserungen durch bessere Abstimmung, digitale Lageführung und klarere Prozesse wirksam werden.
Das digitale Lagezentrum als Herzstück
Das digitale Lagezentrum wird künftig 24/7 einsatzfähig sein, alle relevanten Daten bündeln und Entscheidungswege verkürzen. Die Reform sorgt für einheitliche Führung, klare Prozesse und professionelle Krisenbewältigung – ein Sicherheitsplus für alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher.