STEYR. Fünf Jahre lang stand das ehemalige Traditionskaufhaus Haubeneder in der Enge Gasse 18 leer. Anfang März eröffnen zwei Steyrer dort einen Second Hand-Shop zum Mitmachen: die Heidelbeere. Der Shop will die erste Adresse für Mode aus zweiter Hand sein. „Unser Laden lebt von Leuten aus der Region, die mitmachen und Nachhaltigkeit und Mode unter einen Hut bringen wollen“, sagt Andreas Bramberger, einer der beiden Geschäftsführer. Das Konzept: „Wer neuwertige Kleidung zu Hause hat, die er nicht mehr braucht, kann sie zu uns bringen. Wir verkaufen sie in der Heidelbeere auf Kommissionsbasis.“ Bereits Mitte Jänner beginnt die Annahme und Kommissionierung der Kleidung. Spätestens Anfang März 2026 wird der Shop eröffnet.
33 Prozent gehen an den Verkäufer
33 Prozent werden dem Verkäufer gutgeschrieben, wenn ein Kleidungsstück in der Heidelbeere einen Käufer findet. „Die 33 Prozent, die jemand für seine Kleidungsstücke als Kommission erhält, sind fair und transparent“, sagt Peter Wiesinger, der zweite Geschäftsführer. Der Verkaufspreis eines Kleidungsstücks wird von Wiesinger und Bramberger im Laden festgelegt. „Das ist ein Konzept, das sich andernorts schon bewährt hat. Second Hand-Shops dieser Art boomen in ganz Europa in vielen, vor allem größeren Städten.“
Enormes Potential für einen Second Hand Brand-Store
Der Boom ist mit Studien belegt. Bramberger, der jahrelang in leitender Funktion in der Kreislaufwirtschaft tätig war, sagt: „12 Prozent der gekauften Kleidung werden nie getragen, 50 Prozent werden nur selten getragen. Für Leute, die neuwertige Kleidung im Schrank haben, die sie aus welchem Grund auch immer nicht mehr anziehen, sind wir ein Angebot.“ Mit Verkaufsplattformen im Internet wolle und könne man nicht konkurrieren. Bramberger: „Wir sind nicht Ebay. Bei uns läuft das alles analog und unbürokratisch ab. Wer Mode zu uns bringt, lässt sie in der Region rotieren und vermeidet, dass Sie den Müllberg vergrößert oder um die halbe Welt verschifft wird.“
Nur tadellose Kleidung wird angenommen
Eines ist klar: Die Heidelbeere ist kein Ramschladen und kein Flohmarkt. Angenommen werden nur tadellose Kleidungsstücke. Die Kleidung muss sauber und gebügelt sein. Wiesinger: „Wer bei uns ein Jacke, einen Rock, eine Bluse oder ein Sakko kauft, kann damit sofort auf die Straße gehen, das ist unser Anspruch.“
Das wird angenommen und verkauft
In der Heidelbeere wird das verkauft: Hosen, Röcke, Blusen, Shirts, Hemden, Pullover, Jacken, Mäntel, Sportbekleidung, Schuhe und Accessoires (Handtaschen, Gürtel, Hüte ...).
Nicht angenommen werden: Unterwäsche, Bademode, Braut- und Ballkleider, Kindermode, echte Pelze, Arbeitskleidung, Billigware von Fast Fashion-Marken, Haushaltstextilien.
WANN: Die ersten Termine für die Abgabe von Kleidung, jeweils von 12 bis 19 Uhr, eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig:
- Mittwoch, 21. Jänner 2026, 12 bis 19 Uhr,
- Donnerstag, 22. Jänner, 12 bis 19 Uhr,
- Freitag, 23. Jänner, 12 bis 19 Uhr,
- Donnerstag, 29. Jänner, 12 bis 19 Uhr,
- Freitag, 30. Jänner, 12 bis 19 Uhr,
- Samstag. 31. Jänner, 12 bis 19 Uhr,
WO: Heidelbeere, Enge Gasse 18, Steyr
Webtipp: www.heidelbeere-steyr.at
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