Oben von links: Dr. Gerald Silberhumer, Direktor Wirtschaftskammer OÖ, Mag. Dr. Franz Harnoncourt, Univ.-Prof. Dr. Gustav Pomberger, Mag.a Doris Hummer, Gesundheitsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, Dr.in Elgin Drda, Univ.-Prof. Dr. Stefan Koch, Univ.-Prof.in DIin Dr.in Stefanie Lindstaedt und FH-Prof. DI Dr. Michael Rabl. Foto © Land OÖ/Charlotte Guggenberger,

OÖ. Mit der Forschungsinitiative „Personalisierte Technische Medizin“ (PTM) setzt das Land Oberösterreich einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Medizin-, Forschungs- und Technologiestandorts. Ziel der Initiative ist es, innovative medizinisch-technologische Entwicklungen schneller von der Forschung in die klinische Anwendung sowie in die wirtschaftliche Verwertung zu bringen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung von moderner Medizintechnik, Digitalisierung und individualisierten Therapiekonzepten – ein Bereich, der international zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Starke Partnerschaft über Institutionsgrenzen hinweg
Erstmals arbeiten mit der Johannes Kepler Universität Linz (JKU), der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ), der Interdisciplinary Transformation University Austria (IT:U) und dem Kepler Universitätsklinikum (KUK) vier zentrale oberösterreichische Einrichtungen als gleichberechtigte Partner zusammen. Ergänzt wird das Netzwerk durch die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), die insbesondere den Wissenstransfer in die Wirtschaft unterstützen soll.

Diese enge Zusammenarbeit soll neue Synergien schaffen und den Weg von wissenschaftlichen Erkenntnissen hin zu marktfähigen Anwendungen verkürzen.

Fokus auf personalisierte Medizin und High-Tech-Lösungen
Inhaltlich konzentriert sich die Initiative auf zukunftsweisende Themenfelder wie Medical Data Science, Telemonitoring, Biosensorik sowie medizinische Robotik. Ziel ist es, medizinische Behandlungen stärker auf individuelle Patient:innen zuzuschneiden und dabei moderne technische Lösungen gezielt einzusetzen.

Durch den Einsatz von Datenanalyse, Sensorik und digitalen Anwendungen sollen Diagnostik, Therapie und Nachsorge weiter verbessert und effizienter gestaltet werden.

Nachhaltige Finanzierung und wirtschaftliche Impulse
Für die Initiative steht eine jährliche Grundfinanzierung von rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Diese wird gemeinsam vom Land Oberösterreich, den beteiligten Forschungseinrichtungen sowie der WKOÖ getragen. Zusätzlich sollen nationale und internationale Drittmittel eingeworben werden, um das Forschungsvolumen weiter auszubauen.

Langfristig erwartet man nicht nur Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung, sondern auch wirtschaftliche Impulse: neue Patente, Ausgründungen (Spin-offs), hochqualifizierte Arbeitsplätze sowie eine stärkere internationale Sichtbarkeit des Standorts Oberösterreich.

Forschung mit Blick in die Zukunft
Mit der Initiative „Personalisierte Technische Medizin“ positioniert sich Oberösterreich als innovativer Knotenpunkt zwischen Medizin, Technik und Wissenschaft. Die enge Vernetzung von Forschung, Klinik und Wirtschaft soll dazu beitragen, technologische Innovationen schneller zum Nutzen der Gesellschaft verfügbar zu machen – und den Standort nachhaltig zu stärken.

 

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