Oben: Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder und Regina Pürmayr (Leiterin der Gruppe Luftgüte – Land OÖ) am Messcontainer der Messstelle Römerberg. Foto © Land OÖ/Werner Dedl.

OÖ. Die Luftqualität in Oberösterreich hat sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich verbessert: Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen sind rückläufig. Das zeigt die aktuelle Bilanz des Landes. Gleichzeitig stellt die neue EU-Luftqualitätsrichtlinie einen klaren Auftrag: Bis 2030 sollen Feinstaub und Stickstoffdioxid weiter gesenkt werden.

„Als Industriebundesland tragen wir besondere Verantwortung. Jede Reduktion bei Luftschadstoffen verbessert die Lebensqualität und schützt die Gesundheit, besonders im Zentralraum“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Rückgang bei Feinstaub und Stickstoffdioxid
Die höchsten Belastungen werden an den verkehrsnahen Messstellen Linz-Römerberg und Enns-Kristein gemessen. Jahresmittelwerte für Feinstaub (PM10) liegen im Jahr 2025 unter dem künftigen Grenzwert von 20 µg/m³. Auch Feinstaub PM2,5 hat sich in den letzten 15 Jahren fast halbiert. Die Werte liegen zwar unter den aktuellen Grenzwerten, der ab 2030 geltende Wert von 10 µg/m³ wird jedoch noch nicht erreicht.

Bei Stickstoffdioxid (NO₂), größtenteils verursacht durch den Verkehr, hat sich die Belastung seit 2010 deutlich reduziert. Die Jahresmittelwerte liegen derzeit knapp unter den bestehenden Grenzwerten, der ab 2030 geltende Wert wird jedoch noch nicht erreicht.

Zukunftsprojekte für saubere Luft
Zur weiteren Reduktion der Luftschadstoffe setzt Oberösterreich auf verschiedene Maßnahmen:

  • Ausbau erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Heizsysteme
  • Umstieg auf Elektromobilität
  • Modernisierung der Industrie, etwa durch den geplanten Elektrolichtbogenofen der voestalpine 2027 als Schlüsselprojekt für grünen Stahl

„Der Weg ist klar: raus aus Öl, Gas und Diesel, rein in saubere Mobilität, erneuerbare Energie und moderne Industrie“, so Kaineder. Jede Maßnahme trägt dazu bei, die Luftqualität weiter zu verbessern und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

 

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