Oberösterreich schnürt ein Sicherheitspaket von 16,25 Mio. Euro. Foto © Land OÖ/Tina Gerstmair.

OÖ. Oberösterreichs Freiwillige Feuerwehren erhalten im Jahr 2026 ein umfangreiches finanzielles Unterstützungspaket. Wie Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger bekannt gab, investiert das Land insgesamt 16,25 Millionen Euro in moderne Ausrüstung, technische Weiterentwicklung und die Ausbildung der Einsatzkräfte.

„Ein einsatzreiches Jahr liegt hinter unseren Feuerwehren. Tag für Tag, rund um die Uhr konnten wir uns auf sie verlassen. Umgekehrt dürfen sich die Frauen und Männer der Feuerwehren auf das Land Oberösterreich verlassen“, betont Landesrätin Langer-Weninger. Allein zum Jahreswechsel standen 91 Feuerwehren bei 75 Einsätzen im Einsatz.

Die hohe Einsatzdichte und die zunehmende Komplexität der Aufgaben zeigen laut Langer-Weninger, wie vielseitig und gut ausgebildet die Feuerwehrmitglieder im Land sind. „Unsere Feuerwehren haben einmal mehr großartige Leistungen erbracht und rasch Hilfe geleistet. Damit gewährleisten sie Sicherheit für die Bevölkerung“, so die Landesrätin.

Schwerpunkte im Feuerwehrbudget 2026
Das beschlossene Budget setzt klare Schwerpunkte. Der größte Anteil entfällt mit 9,4 Millionen Euro auf Investitionen in die Anschaffung von Geräten. Weitere 3,3 Millionen Euro stammen aus dem Feuerwehr-Paket des Bundes. Zusätzlich stellt das Land 310.000 Euro für Ermessensausgaben zur Verfügung. Für Warnanlagen sind 570.000 Euro vorgesehen, 350.000 Euro fließen in das Tunnel-Feuerwehr-Paket. Für die Unfallversicherung der Kameradinnen und Kameraden sind 253.000 Euro budgetiert.

Anpassungen im Feuerwehrgesetz geplant
Auch gesetzlich sind für 2026 kleinere Nachschärfungen vorgesehen. Das im Frühjahr 2025 novellierte Feuerwehrgesetz habe sich grundsätzlich bewährt und sei praxistauglich, erklärte Langer-Weninger. Anpassungsbedarf sieht das Land jedoch bei der Suspendierung gewählter Funktionäre wie Kommandanten oder deren Stellvertreter, die bisher rechtlich nicht möglich ist. Bei grobem Fehlverhalten könne dies die Einsatzfähigkeit einer Feuerwehr beeinträchtigen.

„Die Schlagkraft und Einsatzfähigkeit jeder einzelnen Feuerwehr stehen für uns an oberster Stelle. Mit den geplanten Anpassungen wird diesem Anspruch Rechnung getragen“, so die Landesrätin.

Mehr Handlungsspielraum für die Feuerwehren
Angesichts stetig steigender Einsatzzahlen setzt das Land auch auf mehr finanzielle Flexibilität. Die Gemeindefinanzierung NEU wurde so adaptiert, dass den Feuerwehren mehr Handlungsspielraum bleibt. Mannschaftskosten stehen den Feuerwehren künftig – auch im Fall eines Härteausgleichs – frei zur Verfügung.

Mit dem Feuerwehrbudget 2026 bekennt sich das Land Oberösterreich klar zur Stärkung des Feuerwehrwesens und zur Unterstützung der tausenden ehrenamtlichen Einsatzkräfte im ganzen Bundesland.

 

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