OÖ. Mit der landesweiten Umsetzung der „OÖ Hausordnung“ will das Land Oberösterreich gemeinsame Werte und klare Regeln des Zusammenlebens stärker im Alltag verankern. Die Hausordnung definiert in 13 Punkten, wie Miteinander in Oberösterreich funktionieren soll – und dient als Orientierungsrahmen für Einheimische wie Zugewanderte.
Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer betont den Stellenwert der Initiative: „Oberösterreich ist ein starkes, vielfältiges Land. Was uns zusammenhält, sind gemeinsame Werte und klare Spielregeln. Die OÖ Hausordnung bringt genau das auf den Punkt: Sie sagt verständlich, was uns wichtig ist und was wir voneinander erwarten. Integration heißt für mich nicht Beliebigkeit, sondern Zugehörigkeit auf Basis von Respekt, Verantwortung und Leistung. Mit der landesweiten Umsetzung sorgen wir dafür, dass diese Werte nicht nur formuliert, sondern im Alltag gelebt werden."
Für Integrations-Landesrat Dr. Christian Dörfel ist die Hausordnung zugleich Basis für zukünftige Entscheidungen in Gesetzgebung und Vollzug: „Die OÖ Hausordnung ist das Wertefundament für ein starkes Oberösterreich, für die Zukunft unserer Heimat. Sie zeigt, wie wir zusammenleben wollen, und soll das Miteinander in unserem Land fördern. Daher darf sie kein Papiertiger sein, sondern soll in den Köpfen und Herzen der Menschen verankert werden. Mit unserer Hausordnung rufen wir in Erinnerung, was Oberösterreich ausmacht, und geben den Zugewanderten Orientierung, was wir von ihnen erwarten. Damit haben wir eine fachliche Grundlage für neue Regelwerke und den Vollzug bestehender Vorschriften des Landes und der Gemeinden geschaffen. Sie ermöglicht auch die wichtige Unterscheidung zwischen Leistungsträgern, die zum Wohlstand beitragen, und Integrationsverweigerern, die unsere Systeme ausnutzen wollen."
Die landesweite Ausrollung erfolgt auf drei Ebenen:
- Im legistischen Bereich soll die OÖ Hausordnung schrittweise in Richtlinien, Verordnungen und Gesetze einfließen – etwa in Integrations-, Sozial- und Jugendpolitik oder bei Förderungen.
- Im operativen Bereich wird sie u.a. über Gemeinden, Schulen, Vereine, Grundversorgung, Jugend-Workshops und Integrationsprojekte vermittelt.
- Im kommunikativen Bereich startet ab 1. Februar eine breit angelegte Kampagne im öffentlichen Raum, online, in TV, Radio und Print. Begleitend dient die Website ooe-hausordnung.at als zentrale Informationsplattform, künftig auch in mehreren Sprachen.
Für den Wirtschafts- und Lebensraum Oberösterreich – und damit auch für den Raum Steyr – soll die OÖ Hausordnung damit zu einem verbindlichen, klar kommunizierten Wertefundament werden, auf dessen Basis Integration, Standortentwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt weiter gestärkt werden.
