Harald Gottsche, seit 2026 Leiter der Antriebsproduktion der BMW Group und Werkleiter des BMW Group Werks Steyr. Foto © BMW Group

STEYR/MÜNCHEN. Seit Anfang Jänner hat das BMW Group Werk Steyr einen neuen Geschäftsführer: Harald Gottsche wechselte von San Luis Potosí, Mexiko, nach Steyr und München. Zusätzlich zu seiner Werksleitungsfunktion in Steyr verantwortet er, wie auch bereits sein Vorgänger Klaus von Moltke, in Personalunion die weltweite Antriebsproduktion der BMW Group.

Prägende Erfahrungen in Mexiko
Vor seinem Einsatz in Mexiko war Harald Gottsche in verschiedenen Leitungsfunktionen im Produktionsnetzwerk der BMW Group tätig, unter anderem als Leiter der Montage im Münchner Stammwerk und als Leiter des Produktionskonzepts Mittelklasse.

Wie die Erfahrungen der letzten fünf Jahre ihn in Hinblick auf seine neue Aufgabe beeinflussen, fasst Harald Gottsche so zusammen: „Das Fahrzeugwerk in San Luis Potosí wurde 2019 eröffnet. Es ist also ein junger Standort, mit einem im Durchschnitt auch sehr jungen Team. Hier in Steyr haben wir als Standort und in der Belegschaft viel Erfahrung – über 40 Jahre lang werden hier bereits Motoren produziert. Dieser Kontrast ist für mich in meiner Führungsaufgabe sehr spannend. Ich freue mich darauf, mit der hochqualifizierten Mannschaft hier in Steyr zusammenzuarbeiten.“

Fokus für Steyr: Hochlauf der E-Motorenproduktion und Flexibilität
In seinen ersten Wochen führte Harald Gottsche unzählige Gespräche und absolvierte viele Kilometer zu Fuß innerhalb des Werks Steyr: „Mir ist es wichtig, die Menschen kennenzulernen. Und damit meine ich nicht nur die Führungsmannschaft, sondern auch unsere Montage-Mitarbeiterinnen, Instandhalter, etc. Darum habe ich im ersten Monat alle Bereiche des Werks zumindest einmal besucht. Mir ist dabei aufgefallen, wie gerne die Leute hier arbeiten. Die Stimmung ist gut. Der Zusammenhalt ist großartig. Gleichzeitig ist allen bewusst, dass die Automobilindustrie in Europa insgesamt stark gefordert ist.“

Mit Blick auf das laufende Jahr sieht der neue Werksleiter zwei Handlungsfelder, die er als besonders wichtig einstuft: „Wir haben einen steilen Hochlauf der E-Motorenproduktion im Werk Steyr vor uns. Dass dieser gut gelingt ist sehr wichtig, um unsere Kunden weltweit mit dem neuen BMW iX3 beliefern zu können – und auch mit den anderen Modellen der Neuen Klasse, die heuer noch auf den Markt kommen werden. Darüber hinaus bleibt die Produktion der Verbrennungsmotoren zentral für unser Unternehmen. Flexibel auf die weltweiten Bedarfsschwankungen von Verbrennungsmotoren und Elektromotoren reagieren zu können, ist ein echter Standortvorteil von Steyr.“

Familienleben zwischen dem Pendeln
Harald Gottsche ist 52 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Als Mexiko-Expat mit Wurzeln in der Oberpfalz (Bayern) sieht er dem Pendeln zwischen seinen nunmehr zwei Lebensschwerpunkten in München und Steyr gelassen entgegegen. „So sehr ich Mexiko – die Natur, die Kultur, die Wärme und auch die regionale Küche – liebgewonnen habe, so sehr freue ich mich auch, wieder näher an der Heimat zu sein. Besonders schön ist es, dadurch meine Töchter wieder regelmäßig sehen zu können – und zwar nicht nur in Videocalls.“, so Gottsche. 

Unten: Harald Gottsche im Gespräch mit Mitarbeitern im BMW Group Werk Steyr. Foto © BMW Group

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